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Spur Z-Treffen in Zell (Mosel) 2025

 Mehr durch Zufall und aufgrund des regnerischen Wetters besuchte ich die Spur Z Ausstellung der Z-Freunde International e.V. in Zell an der Mosel.

Meine Erwartungen waren gering, denn schon oft hatte ich mich auf groß angekündigte Veranstaltungen gefreut und wurde dann aufgrund der Größe oder der Qualität schwer enttäuscht. 

Meine Erwartungen wurden nicht nur übertroffen, sondern ich war erschlagen ob der tollen Module, die an Details und Präzision kaum zu übertreffen waren. Manche Modelle beruhigten mich dahingehend, dass sie auch einfacher gehalten waren, aber da waren ein paar dabei... Puhhhh... Hut ab!

Ich lasse Bilder sprechen... und denken Sie bitte daran, dass die Anlagen im Maßstab 1:220 gebaut sind!


















Bastelbogen Stellwerk im Maßstab 1:87 - Große Fenster, dünne Rahmen...

  Große Fenster, dünne Rahmen … ich glaube, das war der eigentliche Grund dafür, mich einmal mit einem Stellwerk zu beschäftigen. Nach dem Bau des Bahnhofs Niederzissen und Kempenich wollte ich einmal ein ganzes Bahnhofsensemble gestalten.

Die Gestaltung der Ziegelsteine und der Natursteine … eigentlich kein Problem, die Gestaltung der Holzfassade – abgesehen von der Farbgebung – ebenfalls nicht, aber die Fenster …

Man kann sie in der für den Papiermodellbau typischen Farbgebung gestalten, aber das würde auf einer Modelleisenbahnanlage nicht wirken. Man könnte sie nur als Glasfront einbauen – ohne Rahmen –, aber das wäre auch nicht authentisch. Lasercut … schön und gut, aber dafür braucht man die entsprechende Ausrüstung. 3D-Druck … noch komplexer, denn meine Idee beim Papiermodellbau ist es, dass alles mit einfachsten Mitteln umgesetzt werden kann. Damit bleibt nur eine Alternative:

Faden, Schablone und Klebstoff … genau wie bei der Reling von Schiffen im Maßstab 1:250.

Gestaltung von großflächigen Fenstern eines Stellwerks im Papiermodellbau

Gestaltung von großflächigen Fenstern eines Stellwerks im Papiermodellbau - Fenster ausschneiden, Schablone vorbereiten und mit Garn ausfüllen.

Gestaltung von großflächigen Fenstern eines Stellwerks im Papiermodellbau - Fenster ausschneiden, Schablone vorbereiten und mit Garn ausfüllen -  das Ergebnis
Die Fäden / Garn wurden eingesetzt, sind aber noch nicht ausgerichtet.

Das Ganze sieht im Testbau - nur teilweise ausgedruckt, ohne Alterung und unvollendeter Treppe - wie folgt aus:

Stellwerk Stuttgart Feuerbach als Probedruck und Probebau - ohne Alterung und nur provisorisch konstruierter Treppe - Frontansicht

Stellwerk Stuttgart Feuerbach als Probedruck und Probebau - ohne Alterung und nur provisorisch konstruierter Treppe - Seitenansicht

Stellwerk Stuttgart Feuerbach als Probedruck und Probebau - ohne Alterung und nur provisorisch konstruierter Treppe - Rückseite mit Blick auf unvollendete Inneneinrichtung


Planung und Entstehung eines Kartonmodells - Ländlicher Bahnhof im Maßstab 1:87

 Ich kann einfach an manchen Gebäuden nicht vorbeigehen, ich kann es dann nicht lassen, mir zu überlegen, wie man es aus Papier bzw. Karton gestalten könnte.

Wieder einmal zückte ich meinen Lasermesser und begann auf einem einfachen Block Papier die Maße und Gegebenheiten zu notieren. Das Ganze wurde allerdings durch eine bisher noch nie so erlebte Komponente erschwert: -11°C! Das war so unfassbar kalt, dass es kaum möglich war, den Lasermesser vor Zittern ruhig zu halten.

Hinzukam, dass die Fassade zum Teil durch Fotografieen und daraus gestalteter Texturen dem Original möglichst entsprechen sollte. Der Schnee und mein Zittern schufen leider kaum brauchbare Ergebnisse. Somit musste ein Teil der Arbeiten wiederholt werden. Noch nicht perfekt, aber besser.

Dann begann das Übertragen der Maße in eine Vektordatei. Historische Bilder halfen, den Originalzustand zu erahnen und so wuchs allmählich das Gebäude.

Meine Ungeduld, dass erste Exemplar einmal bauaen zu können, kennt kaum Grenzen und zudem ermöglicht erst der Bau die vielen kleinen Fehler zu erkennen und zu beheben. Dann muss es auch natürlich gleich in Farbe sein (natürlich nicht, aber... die Neugier).

Erster Entwurf - erstes Modell

Dachüberstand zu groß, falsche Dachform, hier und da... der erste Entwurf ist Freude und Ernüchterung in einem, aber eine gute Basis, um anhand einer Liste die Fehler zu notieren und abzuarbeiten.



Zweiter Entwurf - zweites Modell

Damit man sich nicht über fehlerbehaftete Modelle ärgern muss, vorallem nicht über horrende Druckkosten, entsteht das nächste Modell als Graumodell.



Stück für Stück zum besseren Modell - drittes Modell

Zurückversetzte Fenter und Türen, perfektes Dach, Farbkorrekturen etc. - So könnte es etwas werden. Dazu auch noch ein Nebengebäude... auch das wieder mit kleinen Fehlern.




Modulanlage H0 und H0e - Video

Nachdem die Anlage betriebsbereit hergestellt wurde und nun nur noch kleiner Details ergänzt werden müssen, wurde ein kleines Video erstellt. 


Man vergebe mir das langsame Zoom und die kostenfreie Musik... der gute Wille zählt.

F-ES-B goes USA - Inspiration aus Übersee

Ja... Ja, gut... manchmal sieht man ja auch in Deutschland amerikanische Anlage. Zugegeben, sehen auch nicht schlecht aus, sind zwar völlig unterschiedliche Lok- und Fahrzeugparks, aber gut ausgesehen haben die meisten... Mmmhhh

Mal sehen, was das Internet so zeigt... Ah, ein Deutscher, der auch amerikanische Anlagen bastelt. Eine Anlage auf kleinstem Raum und super realistisch (www.frankenmodell.de), ja,... das ist schon fein.

Welche Modelle gibt es denn so von amerikanischen Loks.... FEHLER! Schwerer FEHLER!
Schon war es passiert. 86 € waren ausgegeben... musste das sein? Gut, das schafft ein biertrinkender Raucher innerhalb einer Woche... ich rauche und trinke nicht und somit befand sich eine amerikanische Lok auf dem Postweg. Eine EMD GP38-2 von Bachmann.

Jetzt müsste man diese nur altern... wie geht das...

Altern heißt auf Englisch "weathering". Die Jungs die das in den USA machen und KÖNNEN, sammeln sich beim theweatheringshop.com. Mehr sage ich nicht...

Da gibt es auch eine Anleitung zu, die wurde bei einem Modelleisenbahnmagazin (mrhpub.com) veröffentlicht. Mass man wahrscheinlich wieder viel zahlen, um an den Artikel zu kommen... Von wegen! Kostenlos! Tausende Seiten kostenlose Berichte über amerikanische Modelleinsenbahner...

Und Leute gibt es da.... vielleicht gibt es ihn doch noch: The American Dream!

Einen Führerstand, Speisewagenabteil und Zugabteil... im Keller...

Und wer glaubt, dass Details bereits detailreich genug sind, der sollte sich diese Anlage ansehen...

Mehr geht nicht... unfassbar!

Spur Z - Infektionsrisiko! oder "Wie alles begann" - Teil VI

Wieder einen weiteren Schritt nach Vorne getätigt. Da an der Anlage wie immer nur in den Ferien oder an Wochenenden gebaut werden kann, müssen die Arbeitsschritte forciert werden. 

Dies fällt besonders beim leidigen Thema Einschottern auf, denn hier sind nur wenige Gleisabschnitte innerhalb doch recht langer Zeit zu schaffen, danach werden die Arme lahm und der Rücken verbleibt in gebeugter Haltung (das bekannte Modellbauerkreuz).

Beim Begrünen drohte ein Problem, welches sich immer wieder in einschlägiger Fachliteratur nachlesen lässt, nämlich, dass die für die Spur-Z Bahn verwendeten Grasfasern aufgrund ihrer Länge beim elektrostatischen Einschießen nicht stehen würden. Mithilfe meiner Netzteilgespeisten Fliegenklatschenbegrasungsmaschine habe ich das Problem dennoch sehr gut lösen können. Zum einen habe ich richtig Spannung auf die "Begrasungsklatsche" gegeben, zum anderen habe ich sowohl das aufgetragene Farb-Leimgemisch und die Grasfasern nochmals zusätzlich mit Spüliwasser kurz eingesprüht. Das Ergebnis kann sich sehen lassen.

Die Sträucher und Bäume waren experimentelle Versuchskaninchen. Aus Islandmoos und Zahnstochern mit unterschiedlichen Flocken und Fasern bestreut, lassen sie sich gestalten, allerdings mussten alle Anwesenden einen kurzen und kritischen Kommentar abgeben, da das Bastlerauge ab einem gewissen Punkt die Objektivität verliert. 







Beim oben gezeigten Bild muss der Baum noch etwas vom Boden entfernt werden, da zum einen der Stamm etwas tief in das Erdreich - Nein, das Styropor - gerutscht ist, zum anderen das Islandmoos sich gesetzt hat, sprich nach unten gerutscht ist. Allerdings fällt die nur von der einen Seite stark auf, von der anderen Seite (Bild unten) sieht es authentischer aus.


Spur Z - Infektionsrisiko! oder "Wie alles begann" - Teil V


Nur kleine Schritte, aber diese von hoher Wichtigkeit!
Das erste Häuschen wurde gebaut, von Faller, die Lokomotivwerkstatt. Allerdings noch ohne die Fenster (also die transparenten Teile), da diese erst nach der Alterung kommen.

Zudem wurde auch weiter eingeschottert... Puhhhhh... mühselig, denn hier kommt es auf jeden Krümel an, sonst streiken die Loks und ganz ehrlich: So ein kleines Schotterteilchen verirrt sich schnell an Stellen, wo es nichts zu suchen hat.

Jetzt erst einmal zwei Bilder




Ja, ich weiß... die Tunnelportale fehlen an zwei Stellen immer noch. Gemach, Gemach!

Spur Z - Infektionsrisiko! oder "Wie alles begann" - Teil IV

Da der Urlaub zu Ende ist, verbleiben nur wenige Stunden an den Wochenenden, um die Arbeiten fortzuführen. Dieses Mal wurden die bereites fertigen Gebirgszüge eingefärbt. Das gewünschte Resultat auf dem bereits getrockneten Gips war weitaus einfacher zu erlangen, als direkt auf dem feuchten Gips zu arbeiten. Durch das Aufbringen der stark verdünnten Dispersionsfarbe traten auch noch einige allzu grobe Gipsschnitzereien zutage, die noch verbessert werden müssen.

Zudem wurden die Gleise schrittweise - also abschnittsweise - eingeschottert... WeiOwei!!!! Hier ist Genauigkeit und Ausdauer gefragt, wie sie selten vorkommt. Nach dem Trocknen des verdünnten Holzleimes traten auch hier einige Stellen auf, bei denen Nachbesserung erforderlich ist. Maßstab 1:220 sage ich nur.

Vielen Dank Angrit für die Fotodokumentation... was würden wir ohne Dich machen... Pizzas aus Kartons in der Garage auf Bierbänken essen... Männer halt!









Spur Z - Infektionsrisiko! oder "Wie alles begann" - Teil III

Nun ist der Bau der Anlage bezüglich der "Gebirgsbildung" abgeschlossen... fast... es fehlen noch die großen Tunnelportale bei den Doppelgleisen der 2. Spindel, die gewählten Gebäude, bzw. deren Grundrisse, wurde auf Karton übertragen und auf die vorgesehenen Stellen gelegt. Der Tunnel für den Straßenverkehr hat ein provisorisches Portal erhalten

Ansonsten ist die Anlage für den nächsten Schritt bereit. Gestaltung der Straßenführung, Bau der Gebäude, Begrünung, Detaillierung, ach ja... Einschottern und Gleise altern.... Puhhhh.... alles in 1:220.

Hier erst einmal die Bilder, nach 6,5 kg Gips....










Spur Z - Infektionsrisiko! oder "Wie alles begann" - Teil II

Heute mal wieder ein kleiner Zwischenbericht. Nachdem die Styroporplatten aufgebracht und der Klebstoff ausgehärtet war, wurden diese wieder zurecht geschnitten und geschliffen. Bis auf die große Tunneleinfahrt gegenüber des Bahnhofes sind die Konturen auch schon fertig. 

Zwischenzeitlich wurden die Außenwände angebracht, die die Anlage schön abschließen und somit die Anlage von allen Seiten "sauber" aussehen lassen. An den neuralgischen Punkten wurden Öffnungen mit Deckeln geschaffen, um an die Weichen oder eventuelle liegengebliebene Fahrzeuge zu gelangen.

Die Verkabelung wurde auf den endgültigen Zustand gebracht und muss nun nur noch ordentlich unter der Platte verstaut werden.