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Kartonmodell vom Bahnhof Kempenich und Niederzissen der Brohltalbahn im Maßstab 1:87

Es musste einfach sein – ich hätte es nicht sein lassen können. Doch es hat lange gedauert, denn immer wieder kamen neue Ideen und Bauzustände hinzu.

An einem Wintertag fuhr ich nach Kempenich, und das kleine Gebäude fiel mir sofort auf – ein ehemaliger Bahnhof, wie man mir sagte. Also musste ich ein paar Fotos machen und das Gebäude vermessen.

Die Texturen stellten im Grunde das größte Problem dar, doch auch das ließ sich bewältigen. Auf der Suche nach weiteren Fotos tauchte das Kleinod plötzlich in verschiedenen Bauzuständen auf – und so kamen auch diese Varianten auf die Liste.

So entstand ein zehnseitiger Bastelbogen, der die Bahnhöfe in folgenden Zuständen abbildet:

  • Bahnhof Kempenich um 1902
  • Bahnhof Kempenich um 1926
  • Bahnhof Kempenich heute (ohne angebaute Halle)
  • Bahnhof Niederzissen heute

Was braucht der interessierte Bastler?

Man sollte sich vorab für eine Version entscheiden, dann die passenden Teile und Arbeitsschritte zusammenstellen – und im Prinzip braucht man nur noch Kleber, Farbe, Schere, Messer, Pinzette und viel Zeit.

Viel Spaß beim Basteln

Download PDF (ca. 50 MB)


Alle nachfolgenden Bilder zeigen die Testversion, also ohne Alterungen und mit teilweise anderen Texturen. Änderungen vorbehalten.

Bahnhof Kempenich - Kartonmodell im Maßstab 1:87 - Bauzustand 1902
Bahnhof Kempenich - Kartonmodell im Maßstab 1:87 - Bauzustand 1902



Bahnhof Kempenich - Kartonmodell im Maßstab 1:87 - Bauzustand 1926
Bahnhof Kempenich - Kartonmodell im Maßstab 1:87 - Bauzustand 1926

Bahnhof Kempenich - Kartonmodell im Maßstab 1:87 - Bauzustand 1926
Bahnhof Kempenich - Kartonmodell im Maßstab 1:87 - Bauzustand 1926

Bahnhof Kempenich - Kartonmodell im Maßstab 1:87 - Bauzustand 1926
Bahnhof Kempenich - Kartonmodell im Maßstab 1:87 - Bauzustand 1926

Modelleisenbahn anno 1940/1950 - Als Mann noch bastelte

Lange lagen sie in einem Karton im Keller, im Prinzip immer unbeachtet, denn sie waren ja nicht "scale", als maßstabsgerecht und detailliert. 

Sie waren und sind aus Karton, teilweise mit Sperrholz verstärkt, man erkennt die Linien, die der feine Bleistift beim Vorzeichnen der Fenster, Türen, Balken, Verzierungen, der Dachziegel, ja selbst der Grasfasern hinterlassen hat, damit der Zeichner diese mit Tuschefeder und Aquarellpinsel nachziehen konnte. 

Teilweise wurden die Gebäude durch eine feine Schicht Klarlack gesichert, an manchen fehlen die Schornsteine, die aus Rechteckleisten gestaltet wurden.

An einigen Stellen findet man noch die Reste des in den 1940er und 1950er Jahren verwendeten Streumaterialien... gefärbte Holzsplitter...

Und warum wurden sie jetzt aus der Kiste geholt, abgestaubt und fotografiert?

Vielleicht muss man erst die High-End-Produkte der Modellbaufirmen gebaut haben, um die Einfachheit dieser Gebäude zu schätzen oder ist es die gnadenlose "selbsgemachte"... auf Neudeutsch "scratch"-Bauweise, die so fasziniert? Als Spielzeug noch Spielzeug war, als Großväter vor Weihnachten noch abends in für Kinder abgeschlossenen Zimmern die Weihnachtsanlagen aufbauten... aus einfachsten Mitteln?

NLJS_Modelleisenbahn_0001-0015.jpg; Nachlass Joseph Stoll, Bensheim; Handgefertigte und mit Aquarellfarben gestaltete Modelleisenbahngebäude aus Karton und Sperrholz für eine Märklin H0-Anlage Ende 1940er Jahre von Joseph Stoll; Fotografie: Frank-Egon Stoll-Berberich 2017.

NLJS_Modelleisenbahn_0001-0015.jpg; Nachlass Joseph Stoll, Bensheim; Handgefertigte und mit Aquarellfarben gestaltete Modelleisenbahngebäude aus Karton und Sperrholz für eine Märklin H0-Anlage Ende 1940er Jahre von Joseph Stoll; Fotografie: Frank-Egon Stoll-Berberich 2017.

NLJS_Modelleisenbahn_0001-0015.jpg; Nachlass Joseph Stoll, Bensheim; Handgefertigte und mit Aquarellfarben gestaltete Modelleisenbahngebäude aus Karton und Sperrholz für eine Märklin H0-Anlage Ende 1940er Jahre von Joseph Stoll; Fotografie: Frank-Egon Stoll-Berberich 2017.

NLJS_Modelleisenbahn_0001-0015.jpg; Nachlass Joseph Stoll, Bensheim; Handgefertigte und mit Aquarellfarben gestaltete Modelleisenbahngebäude aus Karton und Sperrholz für eine Märklin H0-Anlage Ende 1940er Jahre von Joseph Stoll; Fotografie: Frank-Egon Stoll-Berberich 2017.

NLJS_Modelleisenbahn_0001-0015.jpg; Nachlass Joseph Stoll, Bensheim; Handgefertigte und mit Aquarellfarben gestaltete Modelleisenbahngebäude aus Karton und Sperrholz für eine Märklin H0-Anlage Ende 1940er Jahre von Joseph Stoll; Fotografie: Frank-Egon Stoll-Berberich 2017.

NLJS_Modelleisenbahn_0001-0015.jpg; Nachlass Joseph Stoll, Bensheim; Handgefertigte und mit Aquarellfarben gestaltete Modelleisenbahngebäude aus Karton und Sperrholz für eine Märklin H0-Anlage Ende 1940er Jahre von Joseph Stoll; Fotografie: Frank-Egon Stoll-Berberich 2017.

NLJS_Modelleisenbahn_0001-0015.jpg; Nachlass Joseph Stoll, Bensheim; Handgefertigte und mit Aquarellfarben gestaltete Modelleisenbahngebäude aus Karton und Sperrholz für eine Märklin H0-Anlage Ende 1940er Jahre von Joseph Stoll; Fotografie: Frank-Egon Stoll-Berberich 2017.

NLJS_Modelleisenbahn_0001-0015.jpg; Nachlass Joseph Stoll, Bensheim; Handgefertigte und mit Aquarellfarben gestaltete Modelleisenbahngebäude aus Karton und Sperrholz für eine Märklin H0-Anlage Ende 1940er Jahre von Joseph Stoll; Fotografie: Frank-Egon Stoll-Berberich 2017.

NLJS_Modelleisenbahn_0001-0015.jpg; Nachlass Joseph Stoll, Bensheim; Handgefertigte und mit Aquarellfarben gestaltete Modelleisenbahngebäude aus Karton und Sperrholz für eine Märklin H0-Anlage Ende 1940er Jahre von Joseph Stoll; Fotografie: Frank-Egon Stoll-Berberich 2017.

NLJS_Modelleisenbahn_0001-0015.jpg; Nachlass Joseph Stoll, Bensheim; Handgefertigte und mit Aquarellfarben gestaltete Modelleisenbahngebäude aus Karton und Sperrholz für eine Märklin H0-Anlage Ende 1940er Jahre von Joseph Stoll; Fotografie: Frank-Egon Stoll-Berberich 2017.

NLJS_Modelleisenbahn_0001-0015.jpg; Nachlass Joseph Stoll, Bensheim; Handgefertigte und mit Aquarellfarben gestaltete Modelleisenbahngebäude aus Karton und Sperrholz für eine Märklin H0-Anlage Ende 1940er Jahre von Joseph Stoll; Fotografie: Frank-Egon Stoll-Berberich 2017.

NLJS_Modelleisenbahn_0001-0015.jpg; Nachlass Joseph Stoll, Bensheim; Handgefertigte und mit Aquarellfarben gestaltete Modelleisenbahngebäude aus Karton und Sperrholz für eine Märklin H0-Anlage Ende 1940er Jahre von Joseph Stoll; Fotografie: Frank-Egon Stoll-Berberich 2017.

NLJS_Modelleisenbahn_0001-0015.jpg; Nachlass Joseph Stoll, Bensheim; Handgefertigte und mit Aquarellfarben gestaltete Modelleisenbahngebäude aus Karton und Sperrholz für eine Märklin H0-Anlage Ende 1940er Jahre von Joseph Stoll; Fotografie: Frank-Egon Stoll-Berberich 2017.

NLJS_Modelleisenbahn_0001-0015.jpg; Nachlass Joseph Stoll, Bensheim; Handgefertigte und mit Aquarellfarben gestaltete Modelleisenbahngebäude aus Karton und Sperrholz für eine Märklin H0-Anlage Ende 1940er Jahre von Joseph Stoll; Fotografie: Frank-Egon Stoll-Berberich 2017.

NLJS_Modelleisenbahn_0001-0015.jpg; Nachlass Joseph Stoll, Bensheim; Handgefertigte und mit Aquarellfarben gestaltete Modelleisenbahngebäude aus Karton und Sperrholz für eine Märklin H0-Anlage Ende 1940er Jahre von Joseph Stoll; Fotografie: Frank-Egon Stoll-Berberich 2017.


Bilder einer Weihnachtsanlage... 1958

Eine dieser Anlagen war die Weihnachtsanlage meines Vaters aus dem Jahre 1958, die Gebäude von meinem Urgroßvater gestaltet, die Anlage von meinem Großvater gebaut, die Anlage von meinem Vater bespielt und die Fotos von mir eingescannt. 

JSB_Modelleisenbahnanlage_1958_0001-0005.jpg; Foto: Jürgen Stoll-Berberich, 1958; Märklin Modelleisenbahnanlage von 1958

JSB_Modelleisenbahnanlage_1958_0001-0005.jpg; Foto: Jürgen Stoll-Berberich, 1958; Märklin Modelleisenbahnanlage von 1958

JSB_Modelleisenbahnanlage_1958_0001-0005.jpg; Foto: Jürgen Stoll-Berberich, 1958; Märklin Modelleisenbahnanlage von 1958

JSB_Modelleisenbahnanlage_1958_0001-0005.jpg; Foto: Jürgen Stoll-Berberich, 1958; Märklin Modelleisenbahnanlage von 1958

JSB_Modelleisenbahnanlage_1958_0001-0005.jpg; Foto: Jürgen Stoll-Berberich, 1958; Märklin Modelleisenbahnanlage von 1958

Straßenbahnmuseum Köln Thielenbruch

Um es vorweg zu nehmen: Es mag schräg klingen, es mag die Nähe von Nerds und Freaks in sich tragen, aber sobald man nur den "Märchenbahnhof" der KVB, also die Betriebshalle der Straßenbahnendhaltestelle Thielenbruch, sieht, wird man zugeben müssen, dass man gewisse Dinge erst einmal gesehen haben muss, um darüber urteilen zu können. 

Stilvoll wäre eine Anreise per Straßenbahn gewesen und das Einfahren in die historisch angepasste Haltestelle, die sich unmittelbar an das wilhelminische Originalgebäude aus dem Jahre 1906 angliedert, hätte bereits Lust auf mehr gemacht. Aber selbst die Anreise per Auto ist problemlos möglich, denn Parkplätze stehen ausreichend zur Verfügung. Nach Betreten des Museums öffnet sich der Blick in die Betriebshalle, die gefüllt ist mit historischen Fahrzeugen der Kölner Straßenbahngeschichte. Bei meinem Besuch am 12.03.2017 wimmelte es zudem vor lauter Vereinsmitgliedern, die sich engagiert um die Besucher kümmerten und an der in der Betriebshalle befindlichen Kaffeebar standen die Besucher gut gelaunt an, um sich mit Kaffee und Kuchen zu versorgen. 

Der erste Gang führte zur Pferdebahn, das älteste Gefährt in der Halle, welches sich in der Nähe von Plakatständern befindet, die einen tollen Eindruck der Kölner Innenstadt - natürlich alles mit Bezug zur Straßenbahn - liefern und bei vielen Besuchern aufgrund der wunderschönen Bilder Wehmut hervorriefen, da sie die Innenstadt Kölns vor der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg zeigen.

Durch Zufall - eine kräftige Herrenstimme verkündete den Beginn einer Rundführung - schlossen wir uns einer Führung an und dies war die besten Entscheidung. Ein älterer Herr, der in urkölscher Art und mit vielen Details zum Kölner Alltag die Themen rund um die Straßenbahn bereicherte, führte uns 1 1/2 Stunden durch die Halle und gewährte Zutritt zu den Fahrzeugen. Wie zu Beginn gesagt, wer schräges oder freakiges erwartet hat, der hätte Publikum erleben können, welches nicht in diese Rubrik passte aber in Anbetracht der Fahrzeuge zwangsläufig uneingeschränkt Begeisterung zeigte für die wunderschönen Details des frühen 20. Jahrhunderts. 

Hölzer aller Art, Leder, Messing wussten zu beeindrucken und die vielen Details, die die Fahrzeuge damals noch besaßen, ließen einen staunen. Aber es gab auch immer wieder die Daten zu Leistungsstärke und Bauart, technische Alltagsprobleme, wie zum Beispiel die Türmechanismen oder auch Fragen zu der Arbeit der Kondukteure und Fahrzeugführer, selbst Fahrpreise im Laufe der letzten 100 Jahre wurden anhand der damaligen Einkommensverhältnisse erläutert. Es gab kein Thema, welches nicht angesprochen wurde, aber immer auf eine nette, leichte und vor allem kölsche Art. 

Von Fahrzeug zu Fahrzeug, von Epoche zu Epoche wurden die Besucher durch die Halle geführt und jedesmal gab es Details und Geschichten zu erfahren, die das Interesse noch wachsen ließen. Nach Abschluss der Führung noch ein kurzer Gang durch die Fahrzeuge, die die Modelleisenbahnanlage beherbergten bzw. in denen Monitore Filme und Bilder der Kölner Straßenbahnen zeigten und nach rund 2 1/2 Stunden ging es wieder nach Hause... mit dem Auto... leider!

Also: An alle Nerds, Freaks, Normalos, Alte und Junge, Kölsche... ja selbst Düsseldorfer... Ab in die Tram und auf nach Thielenbruch!