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Märklin 36344 BR 333 - Funktionen und Geräusche

Die kleine Rangierlokomotive wurde mir geschenkt - für den Einsatz auf meinem Timesaver - und ich muss sagen, dass die kleine BR 333 wirklich zuckersüß auf der Anlage wirkt.

Nachdem ich sie aus der Packung geholt hatte und sie auf dem Gleis platziert war, wurde sie sofort von der Märklin Mobile Station 2 gefunden und ließ sich problemlos bedienen.

Märklin 36344 / BR 333 - Foto der Lokomotive von der Seite


Der Preis von 279,- .... ach, es war ja ein Geschenk.... ist natürlich schon hoch, aber was heutzutage alles in solchen kleinen Wundern zu finden ist. Beeindruckend!

Die neuen Telex-Kupplungen sind weitaus filigraner, als die, die ich noch aus meiner Kindheit kenne. Bei den alten Objekten wusste man noch anhand der mechanischen Geräuschkulisse, dass der Kuppelvorgang erfolgreich war. Bei den hier eingesetzten Bauteilen ist das anders. Hier muss sich die filigrane Bauart und das langsame Zurückkehren in die Ausgangsposition (Muss das so sein?) erst noch beweisen.

Die Beleuchtung (LED sei Dank) weiß zu überzeugen, eine Innenbeleuchtung des Führerstands ist nicht möglich, da ansonsten die untergebrachte Elektronik im unschönsten Lichte erstrahlen würde.
Sobald man die Lokomotive mithilfe der MS2 zum Leben erweckt, - will heißen: man betätigt die Funktionstaste F2 - ertönt der angelassene Motor und dieser klingt schrill bis metallisch! Hier versuchte ich die Lautstärke per MS2 zu reduzieren, denn schon nach kurzer Zeit nervte mich das Geräusch kolossal. Dies gelang auch in gewissem Maße und verbessert bzw. verringert das Schmerzempfinden erheblich. Die Betriebsgeräusche der anderen Funktionen entschädigen ein wenig und machen den Rangiervorgang richtig rund.

Bei der Beschreibung fehlte mir allerdings eine "idiotenfreundliche" Beschreibung der Lichtschaltung, denn die Funktionstasten F0, F6 und F8 leuchten nur ein, wenn man sich mit der Materie auskennt, die Beschreibung ist als lieblos zu erachten und dient Anfängern nicht gerade dazu, die Pfiffigkeiten des Modells voll auszuschöpfen und gleichsam einen Einblick in das "vorschriftsmäßige Rangieren" zu geben. Eine vergebene Chance... für einen Hersteller, der seit Jahrzehnten um Kunden, insbesondere junge Kunden kämpft.

 Zur Veranschaulichung ein kleines Video



Fazit 





Die Verarbeitung ist sehr gut, da gibt es nichts auszusetzen
Die Lok ließ sich auf Anhieb durch die MS2 in Betrieb nehmen
Die Funktionen funktionierten und überzeugten
Die Geräusche (als Funktion / im Rahmen der Betriebsabläufe) sind für den Rangierbetrieb überzeugend und brauchbar, ansonsten... siehe "Net joot"






Der Preis ist hoch, denn...
... der Sound schmerzt: blechern, schrill, zu laut.... unschön
die Bedienungsanleitung bezüglich mancher Funktionen (Einsatz in der Realität und im Rangierbetrieb) ist lieblos... man könnte mit einer pfiffigen Anleitung den Spieltrieb fördern und die Begeisterung an den Funktionen steigern... will man wohl nicht!

Motzen kann jeder, also her mit einer Lösung!
Da mich der Sachverhalt mit der korrekten Beleuchtung nervte, habe ich mir überlegt, wie man eine potentielle Anleitung für den richtigen Gebrauch der Lichter mithilfe einer möglichen, werksseitigen Darstellung umsetzen könnte.

Das Ganze ging schon - nebst Begleitschreiben - an Märklin. Mal schauen, ob man sich für mein Problem und meinen Lösungsansatz begeistern kann. Wenn jetzt auch noch...

Ich habe noch Ideen, die das Ganze für Einsteiger noch attraktiver machen könnte...

Modulanlage in H0 und H0e - Teil 9

Da die Anlage bis auf die Stromversorgung der Gleise und Weichen keine zusätzlichen elektrischen Spielereien haben wird, wurden nun die Bahnhofsleuchten als Attrappen angefertigt. Sie bestehen aus Messingrohr und Draht, sind teilweise gelötet, teilweise aber auch nur mit Sekundenklebern gebaut worden. Auf dem unteren Bild sieht man sie in unlackiertem Zustand, dieser soll mit Spritzspachtel erfolgen, damit die harten Übergänge zwischen Draht und Rohr abgeschwächt werden. Die Leuchtstoffröhren bzw. die Abdeckungen werden mit lackierten Klebestreifen dargestellt.

Bahnhofsbereich mit Bahnsteigleuchten aus Messing bestückt
Bahnhofsbereich mit Bahnsteigleuchten aus Messing bestückt
Der Güterschuppen wurde dieses Mal nicht aus Polystyrol angefertigt, sondern aus Architekturkarton. Dies geschah, da die Dimensionen und die Wirkung als Reliefmodell an der hinteren Wand nicht ganz klar war. Gegebenenfalls kann das Ganze noch einmal schnell gestaltet werden. Der Bau inklusive Lackierung lag bei rund 45 Minuten.

Güterschuppen aus Architekturkarton - Bauzustand
Güterschuppen aus Architekturkarton - Bauzustand
Noch vom letzten Mal ausstehend ein kleines Bild von der Fahrbahnbegrenzung aus dem Lasercut-Bausatz von Noch. Nicht spektakulär, aber ein weiteres Detail. Als Tipp bei der Montage ist es ratsam, die Pfosten vor der Montage mit Sekundenkleber zu tränken und aushärten zu lassen. Bei den ersten montierten Pfosten ergab sich ohne diesen Trick das Problem, dass die Bohrlöcher etwas zu eng waren, der Holzleim, der zur Montage eingesetzt wurde, die Kartonpfosten aufquellen ließen, diese dann gar nicht mehr passten bzw. weich wurden und auseinanderfielen.

Fahrbahnbegrenzung mit Noch-Lasercutteilen
Fahrbahnbegrenzung mit Noch-Lasercutteilen

Modulanlage in H0 und H0e - Teil 8

Was muss das früher ein tolles Gefühl gewesen sein. Monate auf hoher See, dann der Ausruf: "Land in Sicht". 
Das muss schön gewesen sein, aber weder habe ich diesen Ruf in Bezug auf diese Anlage gehört noch bringt es etwas, diesen Ausruf selber zu tätigen, denn die Details halten auf.
Diese Woche waren kleine Kleinigkeiten dran. Zäune setzen, Lampen basteln, kleine Dinge, die die Module erst lebendig machen.
Die Lampen wurden aus 2 mm Kunststoffmaterial, Alublech und Messingdraht gefertigt. Aufwand pro Lampe ca. 10 Minuten, allerdings unbeleuchtet.
Die Zäune wurden angebohrt (0,6 mm) und mit Stecknadeln versehen. So kann man sie in den Untergrund drücken und muss nicht kleben. Die Zäune halten bombenfest, entgleisende Züge richten keinen Schaden an.
Das Sägewerk erhielt Bretterstapel, das Abstellgleis der H0e-Anlage Elektroschaltkästen etc.
Preiserle wurden ebenfalls angebohrt (0,5 mm) und mit Messingdraht auf dem Bahnhof eingesteckt. Auch hier der Vorteil, dass beim Vorübergehen eventuelle Berührungen keinen Schaden anrichten und die Figuren schnell wieder eingesteckt werden können. Das gleiche Prinzip bei den Lampen.

Stückweise an das nahende Ziel - Lampen, Preiserles und Zäune

Die eingesteckten Lampen, Preiserles und Zäune

Das Abstellgleis mit Lampe und Schaltkästen

Modulanlage in H0 und H0e - Teil 7

Ach, was war in den letzten Tagen groß geplant, aber... genau, wenig ist passiert. Die Hauptaufgabe lag darin, die Stöße der einzelnen Module bestmöglich zu kaschieren, d.h. die Lücken im "Himmel" und im "Grün" bzw. im Schotter zu verbergen. Im Prinzip ein zufriedenstellendes Ergebnis, allerdings ging auch hierfür wieder viel Zeit verloren. Eigentlich hätte der Güterschuppen (Halbrelief) fertig sein sollen, die ersten Laubbäume hätten auf der Anlage schon längst ihre Wurzel schlagen und die zwei Bauernhäuser einen detailreichen Blickfang darstellen müssen, aber das dauert wohl noch ein wenig. Habt Geduld... und Nachsicht! Zumindest ist das Hauptziel erreicht, die über 60 Jahre alten Züge können wieder ihre Kreise drehen... der eigentliche Grund für den Bau der Anlage. 

Bahnhofsmodule nach dem Verbinden - Die Nahtstelle ist kaschiert
Die Nahtstelle der Bahnhofsmodule - genau am Bahnsteigende verläuft sie...

Dort wo der Prellbock fehlt, da treffen sich die zwei Module -
der Sand muss noch angepasst werden

Nur noch die fehlende Lackierung der Gleisverbinder, dann ist diese Nahtstelle
kaum noch sichtbar
Arbeitsplan für die nächsten Wochen: Zäune, Wegbegrenzungen, Details an den Häusern, Begrünung... 

Modulanlage in H0 und H0e - Teil 6

Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen... der lange Weg zur Fertigstellung!
Nachdem alle Module technisch - also verkabelt und zum Zusammenstecken vorbereitet - fertig waren, musste nun das letzte Modul vorbegrast werden. Da die anderen Module sich schon an Ort und Stelle befanden, das letzte allerdings auf dem Schreib... ehem... Basteltisch befand, wählte ich zum Begrünen meines Erachtens die gleichen Grasfasern. Bereits beim großzügigen Einstreuen fiel die leichte Verarbeitung und das perfekte Einschießen auf. Nachdem das Modul ebenfalls in die Anlage eingesetzt war, zeigte sich, dass der Anteil der langen Fasern weitaus höher war als auf den gegenüberliegenden Hängen. Dadurch entstand eine interessante, da unterschiedliche, Begrünung, die die Anlage weniger monoton erscheinen lässt. Die Betonstützmauern wurden bemalt, das Portal gestaltet, das Nebengleis eingesetzt und alles geschottert.

Das letzte Modul, geschottert und begrast... aber noch lange nicht fertig!
Das letzte Modul, geschottert und begrast... aber noch lange nicht fertig!


Zwischenzeitlich wurde das auf dem Bahnhof Talheim (B-104) basierende Bahnhofsgebäude gestaltet, bemalt und gealtert, ebenfalls der Holzschuppen. Der Bahnsteig für das Nebengleis, der auch den Güterschuppen beherbergen soll, wurde eingesetzt... provisorisch.

Das selbstgestaltete Bahnhofsgebäude, bemalt und gealtert - Basis Faller Bahnhof Kleinbach
Das selbstgestaltete Bahnhofsgebäude, bemalt und gealtert

Dann wurden die Module mit einander verbunden. Dabei wurden sie mit Winkeln an des Stützen befestigt und zwar so, dass die Winkel mit leichten Abstand zu den Stützen ein Zusammenziehen der Module erlauben. Wirkungsvoll. Die Kabel wurden angeschlossen, ein Fahren ist nun perfekt und störungsfrei möglich.

Modulanlage in H0 und H0e - Teil 5

Selbstgefertigtes Tunnelportal eingesetzt

Nachdem ich den Berg vorgestaltet hatte, musste nun ein Tunnelportal eingesetzt werden. Da ich eine Abneigung gegen Fertigteile habe - hier stimmt meist Preis und Material nicht - habe ich mir selber ein Portal gegossen und graviert. Beim Einsetzen des Portals (Portal aus Gips, Berg aus Gips) tritt ein typisches Problem mit Gips auf. Trägt man frischen Gips auf alten Gips auf, so zieht der neue Gips schlagartig an, somit konnte ich nicht einfach das Portal mit Gips versehen und einsetzen, sondern musste feinfühlig den Gips nachträglich einschmieren. 

Tunnelportal H0 aus Gips gefertigt und eingesetzt
Tunnelportal H0 aus Gips gefertigt und eingesetzt

Modulanlage in H0 und H0e - Teil 4

Styroporia wird nun gestaltet... mithilfe von Styroporplatten und viel Gips nimmt nun auch Styroporia Gestalt an und es entstand der Basisberg, der hier noch ohne Tunnelportal gezeigt wird, welches hoffentlich im Laufe der Zeit auch noch entstehen möge... Schaun ma mal!

Das letzte Modul mit seinem Gipsberg - noch ohne Tunnelportal
"Styroporia" wird nun zu "Gipsheim" - der Berg noch ohne Tunnelportal
Nun hat es sich zum ersten Mal als positiv herausgestellt, dass alle Module über zusätzliche Verkabelungen für die Stromversorgung verfügen. Das öftere Auseinanderziehen, der Gips (Staub) und der Holzleim für das Einschottern haben die Verbindungen leiden lassen. Damit hat sich der recht hohe Aufwand für diese analoge Anlage doch gelohnt, auch wenn etliche Rollen Kabeln verbaut und viele Anschlüsse geschaffen werden mussten.

Modulanlage in H0 und H0e - Teil 3

Jetzt geht es wieder an die Details. Die umgebauten Kibri-Häuschen werden nun gestaltet und in die vorbegrünte Landschaft eingesetzt. Dies kostet sehr viel Zeit... macht aber viel Spaß, wenn man sich die Zeit auch nimmt.

Das alte Bauernhaus - Entstanden aus einem umgebauten und ergänztem Kibribausatz
Das aus der Rückseite des Bausatzes gestaltete Bauernhaus, mit Acryl gestaltet
und mit Blumen versehen

Die vorgestaltete Landschaft mit Häuschen. Jetzt kommen die Feinheiten.
Das vorbegrünte Anlagenmodul mit dem alten Bauernhaus

Modulanlage in H0 und H0e - Teil 2

Nachdem das Projekt im Sommer begonnen wurde, sollte die Anlage eigentlich im Dezember fertiggestellt sein. Aber die Realität sieht etwas anders aus. Zwar kann die Anlage zusammengebaut werden, die Module passen sehr gut zusammen, die Ständer sind am Boden montiert, das Fahrpult bestückt und die Weichen lassen die schnurrenden Lokomotiven wie gewollt in die richtigen Bahnen rollen, jedoch ist nur die Brücke als zweites Modul in Gänze fertig. Das Modul "Sägewerk" hat noch keine detaillierten Ausschmückungen im Bereich des Sägewerkes, welches komplett aus Plastikplatten selbst gestaltet wurde, der Bahnsteig - alles aus 2mm Graukarton - besitzt noch keine Kleinigkeiten, der Prellbock fehlt auch.

Modul "Sägewerk" im Bauzustand - Stand Dezember 2015. Es fehlen Ausschmückungen und abschließende Begrünungen
Modul "Sägewerk" im Bauzustand - Stand Dezember 2015.
Es fehlen Ausschmückungen und abschließende Begrünungen

Das anschließende Modul "Bahnhof" ist technisch fertig, gestalterisch allerdings fehlen noch ganze Landschaftsteile. Die Häuser im linken Bereich entstanden aus einem Kibri-Bausatz (38805 - Chalet in Brienz) und wurden mit selbstgefertigten bzw. stark abgeänderten Bauteilen zu zwei Häusern umgebaut. Dies dämpft die Kosten und lässt insbesondere das rechte Haus eher im Pinzgauer Stil erscheinen. Die Bahnsteige entstanden aus Graukarton und wurden geritzt bzw. die Absenkungen mit Holzspachtel ermöglicht. Das Bahnhofsgebäude ist ein umgebauter und ergänzter Faller-Bausatz B-105 "Talheim". Auch dieser soll so ein wenig altbayerischer wirken. Die Mauern sind geritzter Gips. Im vorderen Bereich wurde bereits begrünt und eine gemähte Wiese mit Zaun versehen. Hier sollen noch Heuarbeiten (Personen, Traktor) eingesetzt werden. 

Das Bahnhofsmodul imRohbau (Stand: Dezember 2015) mit den Wohngebäuden am Hang
Das Bahnhofsmodul imRohbau (Stand: Dezember 2015) mit den Wohngebäuden am Hang

Der Bahnhof im Rohbau - das Fahrpult ist provisorisch verkabelt,
die Züge fahren durch Styroporia!
Um auf das Dach zu gelangen, verfügt die Anlage über eine herausnehmbare Brücke. Diese besitzt Kontakte, die die angrenzenden Module - neben der teilweise vorhandenen Verbindung der Module durch Kabel - mit Strom versorgt. Somit ist eine sichere Stromversorgung bei gleichzeitiger schneller Entnahme der Brücke gegeben. Die Brückenelemente stammen alle von dem Internetauktionshaus schlechthin und hat die Kosten nochmals sinken lassen. Denn dieser Bereich hätte mit Neuteilen rund 80 € gekostet. So lag der Preis bei 35 €. Nichtsdestotrotz kann man über die Kosten bei diesem Hobby nur staunen. Kein Wunder wenn Kinder und Jugendliche eher zu ferngesteuerten Fertigmodellen greifen, die sich mit dem Smartphone steuern lassen und über HD-Kameras aufregende Bilder aus der Umgebung (ggf. auch der Nachbarschaft) liefern.

Das Brückenmodul ist das zweite, wirklich fertiggestellte Modul. Die Brücke lässt sich herausnehmen, um durch das dahinterliegende Fenster auf das Dach zu gelangen.
Das Brückenmodul ist das zweite, wirklich fertiggestellte Modul. Die Brücke
lässt sich herausnehmen, um durch das dahinterliegende Fenster auf das Dach zu gelangen.
Das zuletzt begonnene Modul "Tunnel" lässt sich bezüglich der späteren Gestaltung noch nicht einmal erahnen. Hier reist der Zug durch "Styroporia". 

Willkommen in "Styroporia" oder in "Unfertighausen". Mal sehen, was das gibt!
Willkommen in "Styroporia" oder in "Unfertighausen". Mal sehen, was das gibt!


Also dranbleiben... der Bau geht weiter.

Für alle, die es interessiert und für mich als Gedächtnisstütze. Zum Einsatz auf dieser Anlage kamen folgende Materialien / Produkte:

Unterbau:

  • 11mm Tischleplatte
  • 3mm MDF-Platte
  • Profilleisten 20mm  x 20mm
  • Styropor 10mm, 20mm, 30mm
  • Acrylfarbe Deco Style (Aldi)


Ständer:

  • Holzleisten 40mm x 40mm
  • 18mm Tischlerplatte


Landschaft / Gleisbett:

  • Gips
  • 4mm Korkmatte für Gleisbett geschnitten
  • 2mm Graukarton für Zwischenbereich Schienen und Bahnsteige
  • Schotter Woodland Scenics (Medium Gray B82)


Begrünung:

  • Noch Streugras Sommerwiese 2,5 mm 08310
  • Noch Wildgras maigrün 07104
  • Noch Wildgras hellgrün 07102
  • Noch Laub mittelgrün 07144
  • Heki decovlies Wildgras


Tannen:

  • Heki-Laub dunkelgrün 1562
  • Noch Hobby-Baumserie Modelltannensortiment 26320
  • UHU Sprühkleber


Zäune:

  • Noch Gartenzaun 13080
  • Busch Bauholz 1129
  • Noch Ländliche Zäune 13095
  • Blumenkästen:
  • Noch Flockage mittelgrün 07204

Modulanlage in H0 und H0e

Eigentlich ist Modelleisenbahn etwas für Kinder oder alte Herren... oder für das Kind im Mann generell. Als Kind durfte ich mit der alten H0 Märklin Anlage meines Vaters und Großvaters spielen, allerdings reichten meine zeitlichen, finanziellen und bastlerischen Fähigkeiten nicht aus, um aus den 50er Jahre Modellen eine Anlage zu bauen, die den Standards der damaligen Zeit (80er und 90er Jahre) entsprach, aber mit ein wenig Grasmatte und Plakafarbe... ich hatte halt eine kleine Anlage. Alles noch mit den Metallgleisen und Wikingautos mit Fensterscheiben, die mit Bleistift aufzeichnet waren. Die erste Erweiterung dieser Anlage baute ich auf einer Holzplatte mit K-Gleisen. Ohne Grasmatte, denn ich wollte ja wie Bernhard Stein alles selber begrünen, der Faller Katalog und ein Begleitheft zum Anlagenbau zeigten immer wieder die Fähigkeiten dieses Modellbauers... Ich wollte es so machen, aber da gab es wieder zwei Hürden: richtig, das Geld und die Technik. Mir fehlte das Geld für die damals schon sündhaft teuren Begrasungsgeräte und damit war der Todesstoß für meine Anlage gesetzt. Die Anlage wurde abgebaut.. nein, eher demoliert und in Kartons verpackt, ungeordnet, versteht sich.

Während der Ausbildung dann wieder der Gedanke an eine eigene Anlage... aber die Größe... wohin mit dem ganzen Kram... Module! Module sind die Lösung, aber selbst in H0 noch zu groß. Beim Bummel durch die Stadt mal kurz bei einem Händler vorbeigeschaut, und... Oh! Ein Konvolut von gebrauchten H0e Loks und Waggons. Für 28 Mark (14 Euros für die armen Seelen, die diese glorreiche Währung nicht genießen durften). Also schnell gekauft und ein kleines Modul gebaut... Tja, es kam, wie es kommen musste. Auch das lag dann danieder.

Vor kurzem ein noch kürzerer Gedankenblitz... seltener Zustand... was machen eigentlich die Lokomotiven der H0 und H0e Anlage. Ab in den Keller und es geschah. Eine Anlage muss her, klein, kompakt und mit den Materialien der alten Anlage, naja, noch ein paar neuere Dinge... Bogenweichen und ein paar Flexgleise, wegen der Laufruhe.

selbstgebautes Begrasungsgerät - Elektrische Fliegenklatsche, Küchensieb und Netzgerät
Begrasungsgerät selbst gebaut
Holzplatten - 13mm Tischlerplatte, 3mm Mdf-Platte, wasserfester Holzleim, Grünkram war teilweise noch vorhanden, eine Begrasungsmaschine. WAS? Um die 100 Euro. Im Leben nicht! Ich mache es kurz: Fliegenklatsche für 2,50 €, Sieb für 2,50 € und ein altes Netzteil. Ein bisschen Löten und fertig! Dazu noch ein Stück Aluminium, um kleiner Stellen begrasen zu können. Das war's.
Gut, es bedarf der Übung und ich bin sicher, dass die großen Dinger der namhaften Hersteller besser sein dürften, aber wenn ich die Spannung hoch drehe, dann funkt's. Im wahrsten Sinne des Wortes.

Planungsvarianten der Modulanlage H0 und H0e gemischt
Planungsvarianten
Die Anlage soll also im Dachaufgang entstehen, ein Raum, der 2,10 Meter lang und breit ist und über eine Klapptreppe erreicht werden kann.

Ich nahm mein Brett, beklebte es mit Styropor, brachte selbstgeschnittene Korkgleisbetten an und gestaltetet die Landschaft mit Gips. Das ganze wurde wie bei Herrn Stein mit Farbe lasiert und begrünt mithilfe meiner Begrasungsfliegenklatsche! Die vielen kleinen Grasbüschel, egal, ob groß oder klein wurden selber gebastelt und der Airbrush brachte unterschiedliche Grüntöne in die Anlage. Das war's.  Der Kauf des Holzleimes, der Dispersionsfarben, des Schotters und der Gräser stellten den Hauptkostenfaktor dar. Die Ständer entstanden aus Bau- und Restholz und wurden einheitlich - wie auch das Modul selber - in grau gestrichen. Rund 7 Tage Dauerbasteln. Es fehlt der Draht am Zaun, die Bäume an der Hütte werden zahlenmäßig noch steigen, der Traktor, die Milchkannen, die Männekes, mehr Büsche... - Hauptsache das Teil ist erst einmal in Position. Wenn alles fertig ist, sollen die Feinarbeiten alles abschließen.

Modul im Rohbau - Kostensenkung durch Tischlerplatte, Styropor und selbstgeschnittener Kork Berge aus Gips - Bernhard Stein dient als Vorbild Berge aus Gips - Bernhard Stein dient als Vorbild


Einschottern - auch wenn der Arbeitsaufwand hoch ist, entschädigt der Aufwand Im Gips noch recht unspektakulär - fehlt nur noch die Farbe...


Es ist übrigens das schmalste Modul, da es genau in der Verlängerung zwischen Wand und Treppenaufgang passen muss - also nur 9,5 cm breit sein durfte. Es wurden dann aber 10,3 cm! Klappt trotzdem. Durch den Steilhang wirkt die Konstruktion ein wenig imposanter.

H0 und H0e Modulanlage - erstes Modul in Position aber noch nicht vollendet - Gesamtansicht

H0 und H0e Modulanlage - erstes Modul in Position aber noch nicht vollendet - Ansicht rechte Seite

H0 und H0e Modulanlage - erstes Modul in Position aber noch nicht vollendet - Ansicht des Hauptfelsens

H0 und H0e Modulanlage - erstes Modul in Position aber noch nicht vollendet - Es darf geträumt werden: Der erste Zug

H0 und H0e Modulanlage - erstes Modul in Position aber noch nicht vollendet - Ansicht zentraler Teil mit Felsen und Betonmauer

H0 und H0e Modulanlage - erstes Modul in Position aber noch nicht vollendet - Ansicht zentraler Teil mit Felsen und Betonmauer


H0 und H0e Modulanlage - erstes Modul in Position aber noch nicht vollendet - Ansicht linker Teil mit Hütte und Heizkörper

H0 und H0e Modulanlage - erstes Modul in Position aber noch nicht vollendet - Ansicht linker Teil mit Hütte und Heizkörper Bild 2


Nachdem ich bereits oben Bernhard Stein erwähnt hatte, muss ich einen weiteren Motivator auch nennen. Die neue Generation der Modellbahnbauer orientiert sich noch besser - im Grunde perfekt - an der Natur und Anlagenbauer wie Josef Brandl und deren meisterhafte Anlagen halfen mir, die Entscheidung für eine eigene Anlage zu treffen. STOPP! Ich werde meine Anlage nicht wie ein Herr Brandl bauen... können. Ich kann es nicht! Ich will in dieses erste große Bauprojekt auch nicht das Geld in die unzähligen Grasmatten und Flockagen stecken ohne zu wissen, wie man sie anwendet, wie sie wirken und was am Schluß dabei herauskommt. Und so wie Herr Brandl: Chancenlos!

Wo aber ist die H0e? Gemach, Gemach! Im nächsten Modul geht es los... und weiter!

LGB ist Weihnachten – Weihnachten ist LGB

Es war 1979… genaue Erinnerungen habe ich nicht mehr daran… da fuhr unter dem Weihnachtsbaum eine für mich damals riesige elektrische Eisenbahn mit leuchtenden Waggons auf Gleisen auf denen sogar meine Eltern stehen und gehen konnten. Dies stellte für mich den Einstieg in die Welt der LGB dar. Lehmanns Groß Bahn. So hieß und heißt sie auch heute noch, allerdings ist seit der ersten Fahrt der LGB im Jahre 1968 viel Zeit vergangen und ungewöhnlich viel passiert.
Als Kind habe ich die LGB einfach genossen. Da ging nichts kaputt, da brach nichts ab und auf den Gebäuden, die nach und nach auf meiner alljährlichen Weihnachtszimmeranlage Einzug hielten, konnte man sitzen.

LGB - Weihnachtsanlage 2014


Zeitweise wurde die LGB auch mehrere Jahre dauerhaft im Keller auf knapp 15 qm aufgebaut und stetig erweitert, aber hier zeigten sich auch die Probleme mit der LGB. So schön und unkaputtbar sie auch war, sie war einfach platzfressend.

Im Laufe der Jahre verfeinerte ich meine Ansprüche und stellte fest, dass man es in Nürnberg nicht ganz so genau genommen hatte mit der Maßstabstreue. Auch fielen mir zunehmend fehlende Details auf, die mich in Anbetracht der verlangten Preise doch sehr an dem Konzept der LGB zweifeln ließen. Dann kam der Konkurs, die Berichte häuften sich in denen auch von Qualitätsmängel gesprochen wurden, dann der Verkauf an Märklin, der Aufkauf durch Simba-Dickie.

Nun sind im Laufe der Jahre auch manche Dinge verbesserungswürdig und man wälzt die alten Kataloge und würde manche Produkte aus Kindheitstagen gerne haben, aber ich bin über die Preise mehr als irritiert. Ein Blick in Richtung anderer Hersteller und die Möglichkeiten der Kleinserienhersteller eröffnen hier günstigere Alternativen bzw. hochdetaillierte Scaleprodukte. Aber ach…

Bei mir wird sie jetzt wieder jedes Jahr im Keller aufgebaut. So wie sie war, so wie sie ist. Keine digitalen Spielereien und alles noch mit getrennten Schaltkreisen.


Hätten sich  meine Eltern damals – traditionsgemäß der Vater – nicht für die LGB entschieden, dann würde ich heute vermutlich eher zur Spur I von Märklin tendieren, falls es denn großspurig sein müsste. Wenn ich sie aber jetzt im Keller stehen sehe, möchte ich kein Weihnachten mit meiner LGB missen. 

In diesem Sinne:
Frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins Neue Jahr