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Fairmount Alpine (Billing Boats) - Baubericht Teil 3

Eigentlich war ich auf den ersten Blick von der Qualität der Bausätze und der Präzision der Lasercutmethode begeistert, bis... ja, bis... ich gestern anfing die Spanten aus den Holzbretter zu lösen. Dabei musste ich feststellen, dass sowohl die Qualität des Holzes, als auch die Qualität des Laserschnittes starke qualitative Unterschiede aufweisen. 

Auf dem ersten Bild sieht man die Draufsicht auf die Bretter. Hier sind keine Unterschiede zu erkennen, die die bei der Entnahme der einzelnen Bauteile aufkommenden Probleme vermuten lassen.


Auf dem zweiten Bild sieht man die Rückseite, auf der man die nicht durchgedrungene Lasernaht auf dem rechten Brett erkennt. Hier müssen alle Nähte mühselig nachgeschnitten werden, was in Anbetracht der Länge, der Form und der Menge zu einer "qualvollen" Angelegenheit wird. Links erkennt man hingegen, wie sauber das Brett durchtrennt wurde.


Die nachfolgenden Bilder zeigen zuerst die Rückseite des linken (sauber durchtrennten Brettes) und dann die Rückseite des unzureichend verarbeitenden Brettes. Zudem erkennt man die Konsequenz eines nicht ordnungsgemäß durchgeführten Laserschnittes: Trotz mühsamen Nachschneidens, ließ sich ein Ausreißen nicht gänzlich verhindern. Bleibt nur zu hoffen, dass dies bei den später sichtbaren teilen auf dem Deck nicht auch geschieht.




Es kommt aber noch schlimmer. Neben den oben genannten Unzulänglichkeiten im Bereich des Lasercuts, sind die Bretter von unterschiedlicher Qualität. Während das gut bearbeitete Brett sehr stabil ist, zeigt das schlecht verarbeitete Brett auch noch Schwächen in der Stabilität. Zwei Bauteile zeigten Risse bzw. eines brach sogar durch.
Das Ganze lässt sich aber noch dadurch toppen, dass das "schlechte Brett" und das "gute Brett" in sich nicht ganz gerade, sprich verzogen sind. Nicht unüblich bei Sperrholz, aber das setzt dem Ganzen nun endgültig die Krone auf.
Das gebrochene und zudem verzogene Bauteil, wurde mit Sperrholz aufgedickt und dadurch stabilisiert und "begradigt". Der Steg in der Mitte wurde noch nicht ausgesägt.


Fairmount Alpine (Billing Boats) - Baubericht Teil 2

Lang, lang ist's her, da begann ich das Projekt "Fairmount Alpine". Der erste Schritt war die Kabine, die immer noch auf Vollendung wartet. Der zweite Schritt war nun der Bau des Rumpfes, wobei hier anzumerken ist, dass ich mit dem Projekt nicht ganz alleine dastehe. Ein guter Freund hegt ebenfalls die Absicht die Fairmount zu bauen und es soll ein Gemeinschaftsprojekt werden. Warum dann aber nur ein Foto von nur einem Rumpf?
Zum einen weil ich an einem kalten Märzabend Lust auf ein bißchen Holzarbeiten bekam, zum anderen,weil ich die Montageplatte so vorbereite, dass auch er diese für das Projekt einsetzen kann. Daher der Vorlauf! Danach wird gemeinsam gebaut, geplant, verbessert, verschlimmbessert.... Ich freue mich drauf.
Jetzt aber zurück zum Rumpf:
Die Tischlerplatte (relativ verzugsarm) dient zur Ausrichtung der drei Bauteile. Diese drei unauffälligen Teile ließen sich aufgrund der Stärke des Holzes und der nicht ganz durch das Holz gedrungenen Laserschnitte nur mühsam aus der Platte lösen. Die Klebekanten wurde geschmirgelt, die Teile auf der Kante des Montagebrettes ausgerichtet und dann die Teile einseitig mit Klebeband aneinandergezogen. Die Konstruktion umgedreht, die verbundenen Teile aufgeklappt, Leim an die Schnittstellen gebracht und dann Klebeband auf die andere Seite aufgezogen. Das Ganze mit ausreichend Spannung versehen. Die Konstruktion an der Kante des Brettes ausgerichtet und mit Klammern angedrückt. Das Ergebnis überzeugt. Kein Verzug! Kein Spalt! Kein Absatz!
Anschließend noch Klebereste entfernt.... es kann weiter gehen

Die ersten Schritte am Rumpf

Fairmount Alpine (Billing Boats)

Billing Boats buntestes Boot!

Ich konnte nicht widerstehen, ein Vorbeigehen wäre undenkbar gewesen. Ich habe den Bausatz "Fairmount Alpine" von Billing Boats einfach gekauft, einfach so... Neeee, das wäre gelogen. Es war eine Mischung aus zu einem Teil Interesse  "Wie sind diese Bausätze, kann ich das auch, knacke ich die typischen Probleme dieser High-End Bausätze?" und zu einem anderen Teil "Angst, die Firma könnte es bald auch nicht mehr geben." 
Bevor es dieser Firma so geht, wie großen Teilen der Spielwarenbranche, kaufte ich den Bausatz. Jetzt steht er, nein, er liegt vielmehr in meiner Wohnung und dort prinzipiell im Weg herum. Der Baukasten ist riesig und beinhaltet erstaunlich wenig. Aber es ist doch ein Riesenschiff? Richtig, aber da alle Teile aus Holz sind, bis auf mehrere Tüten Beschlagteile aus Messing, Kunststoff und Resin, liegt alles in flachen Brettern vor, die feinst säuberlich durch die "Laser-Cut" Methode zerschnitten sind und die einzelnen Teile nur noch herausgelöst werden müssen. 
Hier genau liegt eines der vielen Probleme:
Holz verträgt sich nicht mit Wasser und ist auch bei der Farbgebung, die möglichst den Eindruck von lackiertem Stahl vermitteln soll, etwas wählerisch. Alle Teile müssen mit Schnellschleifgrund vorbehandelt werden, damit die Oberfläche möglichst glatt ist und sich bei der späteren Behandlung mit Farbe eben nicht wie Holz verhält und die Maserung zu Tage tritt.
Damit möglichst wenig Verschnitt vorliegt, werden die Teile extrem kompakt auf den einzelnen Brettern angeordnet. Folgerichtig sucht man und sucht man und hat man die Teile dann endlich gefunden, dann muss man diese heraustrennen. 1mm starkes Sperrholz und Bauteile, die nur geringfügig breiter sind, lassen sich nur schwer heraustrennen. Eine Arbeit, die für sich schon eine Herausforderung darstellt. Heraustrennen bedeutet aber nicht sofort montieren. Hier muss erst noch das Material entfernt werden, welches der Laser nicht geschnitten hatte, denn sonst wären die Teile ja von alleine aus dem Brett gefallen. Auch das ist bei der Feinheit der Teile eine Sache für sich.
Die ersten Teile, an die ich mich heranwagte, waren die Winden und die Kabine. Bei den Winden zerbrach mir ein feines Teil und ich musste dieses mühsam wieder zusammensetzen. Hinzukam, dass eine makellose Oberfläche erst durch den Einsatz von Spritzspachtel erreicht wurde. Diese Bauteile aus Kunststoff zu fertigen wäre präziser und besser gewesen.

Billing Boat Fairmount Alpine - Die erste Winde - Ein Bau- und Erfahrungsbericht


Bei der Kabine bestand der Reiz in den schrägen Wänden, die aus Einzelteilen bestehen, die wiederum vor dem Zusammensetzen mühselig passend geschliffen werden mussten. Auch dies eine eher ungewohnte Arbeit für einen Plastikmodellbauer. Aber mithilfe von viel Geduld und ständigem Überprüfen der angeschrägten Verbindungsstellen, dem Einsatz von Malerkrepp, um die Teile vor dem Verkleben bereits optimal in Position zu halten und vielen weiteren kleinen Arbeitschritten, entstand der untere Teil der Kabine. Diese soll nun so zusammengesetzt werden, dass alle Klebenähte nochmals mit Schnellschleifgrund vorsichtig behandelt werden, um sie dann möglichst plan und sauber zur Entlackierung vorbereiten zu können. Hier werde ich dann auch ein wenig von den Arbeitsabläufen aus dem Bauplan abweichen.
Die erste große Abweichung stellt das reine Aufsetzen der Brücke dar. Diese hätte laut Bauplan direkt auf den Decksboden mithilfe der 14 Stützen verklebt werden sollen. Da ich dies aufgrund der Lackierung und Detaillierung der Kabine für sehr schwer halte, werde ich dies in in getrennter Reihenfolge machen. Begonnen habe ich mit den vorderen Stützen und der Fensterrahmen. Damit es keine Probleme mit der Ausrichtung gibt, wird als nächstes der Bau der Schlote erfolgen, die wiederum die Ausrichtung der Brücke erleichtern. So zumindest der Plan. Zur Zeit - die Fensterfronten wurden gerade eingesetzt - scheint die Symmetrie zu stimmen.

Billing Boat Fairmount Alpine - Die Kabine - Ein Bau- und Erfahrungsbericht Billing Boat Fairmount Alpine Bau der Kabine Billing Boat Fairmount Alpine Bau der Kabine

Billing Boat Fairmount Alpine Bau der Kabine - Stützen eingefügt Billing Boat Fairmount Alpine Bau der Kabine - Aufbau Schlote Billing Boat Fairmount Alpine Bau der Kabine - zusammengesteckter / teilweise verklebter Aufbau

Billing Boat Fairmount Alpine Bau der Kabine - zusammengesteckter / Montage der Fensterrahmen Billing Boat Fairmount Alpine Bau der Kabine - zusammengesteckter / Montage der Fensterrahmen

Mal sehen wie es weitergeht. Ich hoffe, Sie haben Geduld.

Zwischenzeitlich habe ich in Rücksprache mit Herrn Kester Kleinert (siehe Links) folgende vorbereitende Bestellungen / Einkäufe getätigt:

DupliColor RAL Acryl RAL 2004 reinorange: Brücke, Cargorail, diverse Winden
DupliColor RAL Acryl RAL 3009 oxidrot: Unterwasserschiff
DupliColor RAL Acryl RAL 5002 ultramarinblau: Rumpf und Schornsteine
DupliColor RAL Acryl RAL 6018 gelbgrün: Rumpf
DupliColor RAL Acryl RAL 7035 lichtgrau : Deck
DupliColor RAL Acryl RAL 9016 verkehrsweiß: Deckshaus

Nach langer Zeit

Es geht weiter. Nach langer Suche und vielen Versuchen, habe ich mich für die von Herrn Kleinert beschriebenen Methode zur Darstellung der Hochdruck-Steigrohre entschieden. Diese werde ich mit Drahtschlingen - in Anlehnung an das Original - befestigen und mit kleinen Ringen versehen. Alle Versuche mit Holz und Kunststoff sind fehlgeschlagen, also werde ich diesen Weg beschreiten.
Als nächstes kommen alle andere Rohre dran.


Auf der linken Seite ist nur der Schlauch mit einem Messingdraht in Form gebogen. Auf der rechten Seite wurde dieser bereits mit Drahtschlingen versehen und auch die beiden Ringe, die die Flansche darstellen sollen, wurden aufgeschoben.

Links zum Original