Nach fast einem Jahr Bauzeit und viel Begeisterung für dieses einfache Schiff und insbesondere für eine konsequente Instandsetzung, wurde die Tarpan im April 2015 zum zweiten Male auf Jungfernfahrt geschickt.
Hier sind die Bilder und das Video.
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Marina Graupner - Instandsetzung beendet
Nach 25 Jahren Dornröschenschlaf sind die Arbeiten an der Marina von Graupner abgeschlossen. Jetzt sind zwar noch ein paar Ideen umzusetzen, so wie ein echter Yachtbesitzer im Laufe der Zeit vermutlich auch Zurüstteile montiert, aber die eigentliche Baustelle ist geschlossen.
Bevor es aber zur Jungfernfahrt geht, konnte ich noch ein altes Video (1989 auf Video8) finden, welches die Marina im Originalzustand zeigt. Auch noch mit dem Deckstuhl aus Zahnstochern.... Ach, die gute, alte Zeit! Das Video umfasst auch alle Bilder der Instandsetzung. Viel Spaß!
Übrigens heißt Graupners Marina jetzt "Tarpan". In Erinnerung an das Original und an die EISTA Werf(t) in den Niederlanden.
Übrigens heißt Graupners Marina jetzt "Tarpan". In Erinnerung an das Original und an die EISTA Werf(t) in den Niederlanden.
Alles hat ein Ende!
... so auch die Verwendbarkeit meines alten Ladegerätes.
Nach ebenfalls 30 Jahren, ich erhielt damals zu meiner Antje auch das passende Ladegerät, war es aufgrund der Anzahl der neuen Akkus, der Besonderheiten der verschiedenen Akkutypen, der gestiegenen Kapazitäten und auch Ladegeschwindigkeit sinnvoll, mir ein neues Ladegerät zu gönnen. Nicht, dass es das alte Graupner-Schmuckstückchen nicht mehr geschafft hätte. Nein, dieses verrichtet auch weiterhin tapfer seinen Dienst, aber zum einen verfüge ich nur über einen maximalen Ladestrom von 322 mA und zum anderen sind Funktionen wie Delta-Peak Abschaltung und die Möglichkeit dieses Ladegerät auch im Auto verwenden zu können einfach nicht gegeben. Also kaufte ich mir das Voltcraft B6 Dual Power.
Ein nettes kleines Gerät, dass sich entweder durch das mitgelieferte 230V Netzkabel oder durch Klemmen für 12V mit Strom versorgen lässt. Hier auch gleich der erste Kritikpunkt oder vielmehr eine Abweichung von meinen Erwartungen. Ich hätte mir für die Nutzung im Kfz ein Anschlusskabel mit entsprechendem Stecker für den Zigarettenanzünder gewünscht.
Für die ansonsten mitgelieferten Kabel inklusive der dazugehörigen und montierten Stecker habe ich keine Verwendung, werde aber ein Kabel opfern, um es als Adapterkabel für die bestehenden Kabel meines alten Ladegerätes verwenden zu können. So bleibt ein wenig Nostalgie erhalten.
Die Menüführung ist auf Englisch, nicht ganz intuitiv aber mithilfe der mitgelieferten Gebrauchsanweisung durchaus zu schaffen. Über Erfahrungen werde ich hier weiter berichten.
Erste Erfahrungen und Kommentare:
1. Was war ich stolz mir etwas Gutes gekauft zu haben. Muss ja... bei dem Preis! Doch dann stieß ich, leider zu spät, auf einen Kommentar in einem Forum, welcher mich stutzig machte. Es ging um ein IMAX B6 AC Dual Charger. Es soll, so der Kommentar, angeblich baugleich sein. Schnell einmal geschaut, wie das Gerät preislich liegt und siehe da... Die Preisspanne schwankte von knapp 28 Euro für das IMAX (Angebot bei Amazon, Stand 10.03.2014) bis zu fast 90 Euro (Angebot von Conrad vom 10.03.2014) für das Voltcraft.
2. Die Menüführung halte ich für umständlich. Hier musste ich mehrfach einen potentiellen Ladevorgang nach Gebrauchsanweisung vollziehen, um überhaupt alles richtig einzustellen. Manches Mal klickte ich einmal zu viel und schon war ich wieder im falschen Menü. Das geht heute einfacher und wäre auch sicherlich machbar.
3. Wenn es dann mal läuft, dann läuft es... Was ich bisher geladen habe, ging schnell und war auch wirklich voll.
Weitere Erfahrungen folgen
Früher war alles besser!? - Oder: Wie sich unser Hobby verändert!
Als ich vor rund 10 Jahren wieder intensiv in das vorher von mir bereits ausgeführte Hobby zurückkehrte, gab es in der Stadt, in der ich damals meine Berufsausbildung absolvierte, noch zwei echte Spielwarenläden. Der eine war in einer Geschäftspassage untergebracht und führte neben Puppen und Einkaufsläden aus Holz auch Eisenbahnartikel und Plastikmodelle verschiedener Hersteller. Eine ältere Dame führte das Geschäft und war in diesem Metier groß geworden. Sie kannte die Marken, die Feinheiten und konnte auf Anhieb Fragen zu Ersatzteilen und anderer Bezugsquellen nennen.
Das andere Geschäft lag in der Nähe einer der großen Stadtkirchen und führte im Erdgeschoß Spielwaren für Kleinkinder und Kinder, im Keller hingegen wurden die großen Kinder beglückt. Hier betrat man einen Raum, der an der Decke und auch in manchen Regalen gefüllt war von perfekt gebauten Papiermodellen. Der Fachverkäufer - ob es der Besitzer war, habe ich nie erfragt - baute diese Modelle während der Ladenzeiten und war ebenfalls in der Materie.
Damals machte er mich auf etwas aufmerksam, was zwar eine große Hilfe darstellte, aber vermutlich zu dem führte, was mich zu diesem Artikel bewogen hat. Er zog einen Katalog aus der Schublade, der alle Modelle der bekanntesten Hersteller beinhaltete und die man bei diesem Versandhaus beziehen konnte. Es war die Zeit, als man aufgrund der geringen Übertragungsraten im Internet eher weniger bestellte und den örtlichen Handel noch aufsuchte.
Es war vermutlich einer der Gründe, warum ich bei der Rückkehr nach Bocholt beide Geschäfte nicht mehr vorfand. Das Fachgeschäft der Dame war von einer Filiale einer Spielwarenkette mit englischem Titel übernommen worden, wobei "übernehmen" suggeriert, dass auch die Angebotsvielfalt noch gegeben sei. Was man hier zu kaufen bekommt, sind nicht die von Modellbauern gesuchten Produkte.
Das zweite Geschäft war ebenfalls verschwunden. Gänzlich. Nun war ich allerdings neugierig geworden und schritt durch die Innenstadt auf der Suche nach einem Spielwarengeschäft. Ich fand einen Modelleisenbahnladen, klein aber gut sortiert. Ich frug den Besitzer, wo die Geschäfte denn geblieben seien und er teilte mir mit, dass beide aufgrund der immer geringer werdenden Nachfrage nach hochwertigen Spielwaren aufgegeben hatten. Nur die Dame habe sich in ein Kaufhaus zur Untermiete einquartiert. Ein Besuch zeigte, dass das Angebot stark geschrumpft war, jedoch noch ein wenig des alten Geistes vorhanden war.
Früher gab es Fachgeschäfte in meiner Heimatstadt und der Region, die als wahre Paradiese des Modellbaus galten. Ich nenne diese Geschäfte, in der Hoffnung, dass es auch noch andere Enthusiasten des Modellbaus gibt, die sich an diese Geschäfte erinnern können. Hier nenne ich zuerst ein Geschäft in Siegburg, welches auf zwei Etagen prall gefüllt war mit allem, was sich das Kinder- und Erwachsenenherz an Spielzeugen erträumen konnte.
Der Besitzer, Herr Wippermann, lebte für Spielzeuge und vermittelte diese Begeisterung auch an die Kunden, hier kaufte ich alles für meine Eisenbahn und auch mein erstes ferngesteuertes Auto. Noch heute habe ich diese Artikel in den Originalverpackungen mit dem schön geschwungenen Schriftzuges der Firma Wippermann. Leider schloss dieses Geschäft bereits vor vielen Jahren, eine bis heute bedauernswerte Tatsache, die wohl auf einen nicht mehr tragbaren Anstieg der Mieten in den Innenstädten mit der einhergehenden Filialisierung zu begründen ist. Erschwert durch die Veränderungen in den Kinderzimmern.
Auch das Fachgeschäft "Kehl" in Troisdorf war gut sortiert und schloss vermutlich ebenfalls aus den oben genannten Gründen vor Jahrzehnten. Allerdings blieb hier die Verkaufsfläche über Jahre unvermietet.
In den letzten Jahren habe ich mich auch wieder verstärkt dem Thema RC-Modellbau gewidmet und feststellen müssen, dass die 25 Jahre seit meinem letzten Modell, der Marina von Graupner, erhebliche Veränderungen mit sich gebracht haben. Das mag jetzt naiv klingen, aber ich hatte mich sehr wohl auf Veränderungen der Produktvielfalt und der Techniken vorbereitet, aber es ist schlimmer als ich dachte.
In den oben genannten Fachgeschäften kaufte ich in unregelmäßigen Abständen Kataloge der verschiedene Hersteller, zum Beispiel Robbe oder Graupner und dies waren echte Pamphlete. Mehrere hundert Seiten, prall gefüllt mit hochwertigen Hochglanzbildern, die eine echte Angebotsvielfalt an Modellen, Beschlagsätzen, Zubehörteilen und allen technischen und handwerklichen Gerätschaften offerierten.
Als ich nun wieder in dieses Hobby einsteigen wollte, musste ich feststellen, dass die Firmen entweder mit der Insolvenz zu kämpfen hatten oder eine starke Reduzierung bzw. eine Umgestaltung ihres Programmes vorgenommen hatten.
Die Anzahl der Schiffsmodelle bei beiden Firmen ist an einer Hand abzuzählen, wobei wir hier von den echten Modellen reden, die, die man selber bauen muss. Das ist meine Vorstellung von Modellbau. Meine Modelle, die ich damals eher schlecht als recht gebaut habe, wollte ich nun wieder herstellen, aber Teile gibt es nicht mehr. Keine Chance. Das ist auch ein Grund dafür, dass ich auf Hersteller ausgewichen bin, die ich damals noch gar nicht kannte, nicht weil es sie damals nicht gab, sondern weil sie entweder Bausätze anboten, die ich mir gar nicht hätte leisten können und / oder gar nicht hätte bauen können.
Genau das spiegelt wohl die derzeitige Entwicklung in der Modellbaubranche wieder. Selberbauen ist entweder gar nicht mehr gefragt und die Hersteller bieten fertige bzw. fast fertige Modelle an - auf Neudeutsch auch RTR und ARTR genannt, also Ready-to-run oder Almost-Ready-to-run - oder derart feine und präzise Modelle, die einen Modellbaueinsteiger überfordern würden bzw. das Ergebnis aufgrund der hohen Kosten in keinem Verhältnis stehen würde.
Manche Hersteller geben ganz auf, wie zum Beispiel die Firma Vollmer, die seit Jahrzehnten Modelle für Modelleisenbahnen gebaut hat und Mitte 2014 die Produktion einstellen wird. Große deutsche Hersteller - selbst Hersteller von Spielwaren schlechthin, nämlich Märklin - wurden mehrfach verkauft, übernommen und standen auf der Kippe... schluckten andere Hersteller (LGB) und produzieren teilweise im Ausland, um überleben zu können.
Generell scheint es schwieriger zu werden, junge Menschen an das Hobby Modellbau heranzuführen, die Alternativen sind ebenfalls reizvoll und die Frustration eventuell geringer, wenn man gerade den Bau eines Modells für 20 Euro nicht nach den eigenen Vorstellungen und insbesondere den Bildern aus den vielen Foren erfolgreich, naturgetreu und fehlerfrei beenden konnte, dafür aber am Computer oder dem Handy ein erfolgloses Level eines Spieles beliebig oft wiederholen kann.
Wenn nun aber die jungen Leute gar nicht mehr in das Hobby einsteigen, dann wird der Markt dünner. Die jetzt noch Aktiven kaufen sich zunehmend anspruchsvollere Modelle, der Einsteigermarkt für echte Modelle ist nicht rentabel, wird aufgegeben oder dünnt stark aus.
Spielwarengeschäfte spezialisieren sich auf ein Spezialgebiet oder geben ganz auf. Das Internet wird zur Ersatzinnenstadt. So ist auch das Beispiel des Spielwarenhauses "Wasser" in Siegburg sinnbildlich für die Veränderungen der Branche.
Ein Blick auf viele Homepages von Schiffsmodellbauclubs spiegelt diese Entwicklung zum Teil wieder. Auch in meiner Heimatstadt wurde der ansässige Schiffsmodellbauclub aufgelöst. Die jungen Menschen strömen nicht mehr nach sondern tröpfeln höchstens noch nach.
War also früher alles besser? Es war anders, definitiv...
Ich habe das Gefühl, dass es heute professioneller geworden ist. Man kauft sich heute hochwertige Modelle, die viel Vorwissen und Können voraussetzen, man kauft hochwertige Zusatzteile und baut "Scratch". Gab es damals schon so perfekte Modelle wie heute...? Ich behaupte nein. Wird es in Zukunft noch das Spielzeug geben, das als Einstieg in ein lebenslanges Hobby dienen wird? Nein und was dann....? Viellicht werde ich mich in 25 Jahren noch einmal dazu äußern. Bis dahin frohes bauen... selber bauen.
Links zu oben genannten Themen
Littorina von Graupner
Als ich den vor über 25 Jahren gebauten
Trümmerhaufen der Graupner Littorina auf einem Regal im Keller fand, gab
es eigentlich nur zwei Optionen: 1. Die sofortige Entsorgung oder 2.
die komplette Instandsetzung. Ein einfaches Abstauben und
Inbetriebnehmen ging aus Gründen des Stolzes nicht, denn zum einen waren
meine Qualitäten als Modellbauer an diesem Modell unterirdisch, zum
anderen ist der Bausatz eines Modelles unwürdig. Also, was machen?
Genau! Einfach zerlegen, optimieren, nach Originalvorlagen neu bauen, die unbrauchbaren Reste entsorgen.
Das Beiboot
Alles begann mit der Neugestaltung des Beibootes. Das
Original-Bausatzbeiboot war ein unförmiger Klumpen Tiefziehplastik. Also
den vorderen Teil entfernen und aus Kunststoffplatten und 2K-Masse neu
formen. Den Motor, den Tank, die Ruder nach Vorlagen selbst bauen und
das Ganze mithilfe alter Decals neu gestalten. In diesem kleinen Ding
stecken rund 5 Tage Arbeit. Noch fehlt der Anker.
Das Ruder
Nach dem Beiboot kam der Rest... der Rest des Rumpfes, den ich damals
lieblos zuschnitt, dilletantisch verklebte, grottigst bemalte... Bevor
es an die Optik geht, muss die Technik optimiert werden. Das Original
verfügt über ein so genanntes Becker-Ruder, mein Modell besaß.. genau,
ein Ruder, das aus zwei Teilen Tiefziehplastik zusammengepappt war. Ich
wollte zuerst die Bilder des vorher - nachher Zustandes nicht zeigen,
aber ich muss durch dieses tiefe Tal schreiten. Gleichzeitig erfolgte
der Neubau des Achterstevens, der dem Original ähneln soll und
gleichzeitig das Ruder stabilisiert.
Der Rumpf
Der Rumpf... ja, auch so ein düsteres
Kapitel. Hier sind etliche Hürden zu nehmen. Zum einen habe ich damals
die Holzdecks, ohne diese vorher genau anzupassen, einfach auf die dafür
vorgesehene Leiste geklebt. So sah es zumindest aus, aber als ich nun
die Decks herausriss, da sah ich, dass die Decks bis zu einem Zentimeter
über der Leiste schwebten und die Lücken mit dilettantisch großen
Mengen Klebstoff verfüllt waren. Jetzt hieß es, die unglaublich feste
Masse zu entfernen, wobei die Substanz des Rumpfes nicht zu stark
angegriffen werden sollte. Eine echte Gradwanderung. Da die Bordwände
von innen mit neuem Polystyrol beklebt werden, sind die Frässpuren nicht
sonderlich schlimm.
Dann mussten die Bullaugen neu gesetzt werden. Als Kind hatte ich mir von meinem Taschengeld extra neue Bullaugen gekauft (Modell Messingrand und Schraubenköpfe). Diese mussten nun entfernt und zudem die Öffnungen korrigiert werden.
Das Bugstrahlruder
Das wollte ich immer schon haben. Das
kannte ich von den großen Schiffen in Italien... Ein Querstrahlruder.
Als Kind war es schon aufgrund des Preises, der Einbauprobleme und der
Tatsache, dass ich gar keine passende Fernsteuerung gehabt hätte ein
Wunschtraum.
Jetzt hätte ich die 35 € übrig, aber die
Firma Graupner hat ihren Bestand und Angebot verändert. Heißt konkret,
dass keiner mehr Modellbau betreiben will und folglich der Kram nicht
mehr geliefert wird. Also: Genau!!! Selber bauen!!!
Das graue Rohr stammt aus dem
Elektrofachhandel. Der Rest wurde umständlich gebaut, getestet und für
gut befunden. Arbeitszeit insgesamt 6 Stunden.


Die Back
Ankerwinde
Die Back - das vordere Deck - verfügt über viele Details, die leider im
Originalbausatz nur rudimentär, gar nicht oder falch dargestellt sind.
Dies versuche ich nun mithilfe von Bildern und entsprechenden
Detailarbeiten zu kompensieren. Hier zum Beispiel die Ankerwinde. Alles
aus Polystyrol und reine Handarbeit. Als Vergleich dient eine 1
Euro-Cent Münze.
Marina von Graupner
Die "Marina" von Graupner (1:17). In jungen Jahren schnell zusammengebaut und bei
stärkstem Sturm auf den heimischen Gewässern in See stechen lassen. Dann stand
sie lange auf meinem Schrank und ich sah sie schon auf dem Schrott, bis
ich bei der Jungfernfahrt meines Segelbootes Bella
auf eine Flaute stieß und warten musste, bis ich wieder an mein Schiff
herankam. Also, was lag näher, als meine Marina wieder flott zu machen
und sie als mögliches "Rettungsschiff" umzurüsten: Kein Wind mehr für die
Bella, hol' die Marina, dann geht's schneller (Oh wie schlecht!!!).
Allerdings stellte sich dieses Projekt von Beginn an, als äußerst
problematisch heraus.
Die Bänke sind montiert und mit Klarlack versiegelt. Sieht weitaus besser aus, als das, was ich damals gemacht habe.
Bevor ich meine Marina neu gestalten kann, musste die alte Farbe entfernt werden. Dies erwies sich als schweißtreibendes und langwieriges Unterfangen, allerdings ist es aufgrund drohender Farbreaktionen unerlässlich. Nur unter dem unteren Rand befindet sich noch etwas Farbe, die sich kaum lösen lässt. Hier bleibt abzuwarten, ob sich dies als problematisch erweisen wird.
Zeitgleich wurde die alte Sonnenblende neu angebracht, wobei hier eigentlich eine neue angefertigt wurde, die allerdings aufgrund der Komplexität der Kabinenform nicht überzeugen konnte.
Die für die Marina vorgesehene Beleuchtung wird durch eine unterhalb des Kabinendaches angebrachte Verkabelung, einschließlich der benötigten Widerstände versorgt. Damit diese im Regelbetrieb nicht auffällt, kann eine Abdeckplatte in entsprechend angebrachte Halter eingeklemmt werden und bei Bedarf gelöst werden.
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Zuerst wurde alles demontiert, was sich
lösen ließ. Die Handläufe, die Poller, Gestänge, Masten, Ösen... einfach
alles. Das Hauptdeck konnte gelöst werden, da mein Einsatz von
2K-Kleber vor rund 22 Jahren mehr als bescheiden war und somit der teure
Kleber gar nicht richtig wirken konnten. Der Aufbau sollte auch vom
Hauptdeck gelöst werden, auch hier hatte der Kleber nicht voll wirken
können, jedoch gab es zwei Stellen, an denen der Kleber sich nicht lösen
ließ und der Schaden an diesen Stellen zu groß und vor allem
irreparabel gewesen wäre. Der Aufbau sollte dann unmittelbar wieder
montiert / verklebt werden, um Schäden zu vermeiden und auch an den
vorhandenen Schäden Ausbesserungsarbeiten vornehmen zu können.
Um auch einmal ein wenig das Gefühl von
Vorankommen und Fortschritt zu verspüren, widmete ich mich der Plicht.
Ich entfernte die ursprünglich aufgebrachten Filzsitze (Klebefolie),
wobei sich dadurch auch der alte Emaillack löste und baute Sitze und
Trittbretter aus Polystyrol. Die alte Farbe der Plicht wurde
angeschliffen und mit Haftgrund lackiert. Dann wollte ich die Sache in
Reinweiß RAL 9010 lackieren und hier begann der Nervenkrieg. Der
gewählte Lack war DupliColor Color Spray (Nitro) und wurde sauber
aufgebracht. Als der Lack getrocknet war, rund 48 Stunden, wollte ich
eine zweite Schicht aufbringen. Der Lack kräuselte sich, hob sich ab und
die Katastrophe war perfekt. Also alles wieder abschleifen und dabei
darauf achten, dass der dünne Kunststoff nicht durchgeschliffen wird.
Dann informierte ich mich über das reichhaltige Angebot an Lacken in
Deutschlands ausgeprägter Baumarktszene. Ich entschied mich für
DupliColor Platinum. Klang alles so schön einfach. Ich bereitete wieder
alles vor, lackierte die Plicht und... der Lack entwickelte kleine
Blasen, Unebenheiten und war vollkommen matt. Also, wieder trocknen
lassen, abschleifen und vorbereiten. Jetzt mal den Lack im Garten
ausprobieren, auf verschiedenen Oberflächen. Alles kein Problem. Es lag
wohl am Abstand der Sprühdose, vielleicht auch an der Grundierung. Jetzt an die Plicht. Sieht schon besser
aus, aber der Lack fließt noch nicht sauber genug. Noch mehr Abstand,
mehr Lack und dann endlich am Ziel. Die halbe Dose leer, die Lackschicht
entspricht der Dicke des Kunststoffes und hundertprozentig glänzt es
immer noch nicht. Egal, viel gelernt und für den Rest des Schiffes
andere Vorgehensweise.
Dann die Bänke und den Boden mit Ölfarbe behandeln, um eine Art Holzimitation zu erzielen. Es geht weiter....
Die Bänke sind montiert und mit Klarlack versiegelt. Sieht weitaus besser aus, als das, was ich damals gemacht habe.
Zur weiteren Aufwertung des Modells, habe ich mich von dem Standardmast getrennt und diesen durch einen größeren und, wie ich finde, authentischeren Mast aus Polystrol ersetzt. Diese wurde mit einem Topplicht ausgestattet, das auf einer 3mm LED basiert und in die links und rechts neben dem Mast montierten Leitungen versorgt wird. Nun würde solch eine Lampe in der Realität nur durch ein Kabel gespeist werden und so wird die zweite Leitung als "Fakeleitung" für die noch zu ergänzende Funkantenne genutzt und zudem das Radom auch noch angeschlossen. Somit hat diese Leitung auch ihre Berechtigung.
Das Radom kann mitsamt des Halters vom Mast entfernt werden, somit besteht eine weitere Gestaltungsmöglichkeit.
In kleinen Schritten geht es weiter. Die Reling und Handläufe wurden aus 2,5mm Messingrohr gebogen, die Positionslampen aus Polystyrol gebaut und ebenso aus diesem Material eine neue Abdeckung für das Kabinenlicht gefertigt.
Bevor ich meine Marina neu gestalten kann, musste die alte Farbe entfernt werden. Dies erwies sich als schweißtreibendes und langwieriges Unterfangen, allerdings ist es aufgrund drohender Farbreaktionen unerlässlich. Nur unter dem unteren Rand befindet sich noch etwas Farbe, die sich kaum lösen lässt. Hier bleibt abzuwarten, ob sich dies als problematisch erweisen wird.
Zeitgleich wurde die alte Sonnenblende neu angebracht, wobei hier eigentlich eine neue angefertigt wurde, die allerdings aufgrund der Komplexität der Kabinenform nicht überzeugen konnte.
Die für die Marina vorgesehene Beleuchtung wird durch eine unterhalb des Kabinendaches angebrachte Verkabelung, einschließlich der benötigten Widerstände versorgt. Damit diese im Regelbetrieb nicht auffällt, kann eine Abdeckplatte in entsprechend angebrachte Halter eingeklemmt werden und bei Bedarf gelöst werden.
Im Bereich des Innenlebens wurde eine neue Servohalterung aus Holze gebaut, zeitgleich eine neue Aufnahme für den Fahrakku gestaltet und das Ganze zusammen mit den alten Montagebretter neu weiß lackiert. Alle Bauteile sind herausnehmbar, auch in den beengten Gegebenheiten eines fertig verklebten Schiffes.
Im regenreichen Sommer des Jahres 2014 widmete ich mich der Lackierung. Wie das Original, so sollte auch meine Marina einen blauen Rumpf und ein dunkelrotes Unterwasserschiff haben. Dazu verwendete ich Farben der Firma DupliColor (DupliColor RAL Acryl RAL 3009 oxidrot, DupliColor RAL Acryl RAL 5002 ultramarinblau, DupliColor RAL Acryl RAL 9016 verkehrsweiß) das Ganze aufbauend auf DupliColor Spritzspachtel und Haftgrund.
Der weiße Zierstreifen, die aufgemalten Fensterdichtungen, Namensschilder und Beschläge werden stückweise bemalt.
Nachdem die Marina wieder lange Zeit auf dem Trockendock (Basteltisch) verweilen musste, wurde sie im Winter mal wieder ein wenig verfeinert. Der Mast wurde mitsamt Takelage und LEDs montiert und ein weißer Zierstreifen auf dem Rumpf aufgebracht.
Hoffentlich geht es jetzt in größeren Schritten weiter.
In kleinen Schritten wird das Modell erweitert. Die Dichtungsgummi wurden schwarz angezeichnet, ein Flaggenstock (abnehmbar) eingefügt. Am Mast baumelt die niederländische Flagge, die später noch von der Werftfahne ergänzt werden soll. Zudem wurde unter der Bugluke eine Öffnung eingefügt, die die Schalter und Ladebuchsen beinhaltet.
Das Original besitzt eine Verdeck für die offene Plicht. Dies sollte auch im Modell umgesetzt werden, zeitgleich entstand auch ein Anker, der am Bug angebracht werden soll.
Das Verdeck wurde aus Balsaholz und Karton gebaut, gespachtelt und geschliffen und nun schrittweise lackiert. Es wird nur geklemmt und soll temporär aufgesetzt werden, um durch das Einklemmen keine langfristigen Schäden am Plastik entstehen zu lassen. Das Verdeck soll in leicht verwaschenem blau gestaltet werden.
Ich verwendete danach einen Wippschalter der bis zu 6A verträgt und hoffentlich die Probleme behebt.
Zur Verwendung kam auch ein Fahrregler Typ "Volksregler Typ II", der stetig im Boot verbleiben soll.
Das Verdeck wurde zudem lackiert und ein wenig gealtert.
Im regenreichen Sommer des Jahres 2014 widmete ich mich der Lackierung. Wie das Original, so sollte auch meine Marina einen blauen Rumpf und ein dunkelrotes Unterwasserschiff haben. Dazu verwendete ich Farben der Firma DupliColor (DupliColor RAL Acryl RAL 3009 oxidrot, DupliColor RAL Acryl RAL 5002 ultramarinblau, DupliColor RAL Acryl RAL 9016 verkehrsweiß) das Ganze aufbauend auf DupliColor Spritzspachtel und Haftgrund.
Der weiße Zierstreifen, die aufgemalten Fensterdichtungen, Namensschilder und Beschläge werden stückweise bemalt.
Nachdem die Marina wieder lange Zeit auf dem Trockendock (Basteltisch) verweilen musste, wurde sie im Winter mal wieder ein wenig verfeinert. Der Mast wurde mitsamt Takelage und LEDs montiert und ein weißer Zierstreifen auf dem Rumpf aufgebracht.
Hoffentlich geht es jetzt in größeren Schritten weiter.
In kleinen Schritten wird das Modell erweitert. Die Dichtungsgummi wurden schwarz angezeichnet, ein Flaggenstock (abnehmbar) eingefügt. Am Mast baumelt die niederländische Flagge, die später noch von der Werftfahne ergänzt werden soll. Zudem wurde unter der Bugluke eine Öffnung eingefügt, die die Schalter und Ladebuchsen beinhaltet.
Das Original besitzt eine Verdeck für die offene Plicht. Dies sollte auch im Modell umgesetzt werden, zeitgleich entstand auch ein Anker, der am Bug angebracht werden soll.
Das Verdeck wurde aus Balsaholz und Karton gebaut, gespachtelt und geschliffen und nun schrittweise lackiert. Es wird nur geklemmt und soll temporär aufgesetzt werden, um durch das Einklemmen keine langfristigen Schäden am Plastik entstehen zu lassen. Das Verdeck soll in leicht verwaschenem blau gestaltet werden.
Die Elektrik
Im Rahmen der generellen Instandsetzung sollte auch die Elektrik ergänzt werden. Die Schalter sollten möglichst klein sein. Für die LED Beleuchtungen und das Einschalten der RC-Technik bei meinen Segelbooten verwendete ich einfache Schalter, die, wie sich später erweisen sollten, nur bis zu 0,2 Ampere belastbar waren. Ich konstruierte unter dem vorderen Kabinendeckel eine Kunststoffplatte, auf der zwei baugleiche Schalter und vier Ladebuchsen montiert wurden. Die Schalter waren Schiebeschalter, die in der linken Position die Schaltbuchsen freigaben und in der rechten Position die Beleuchtung bzw. den Fahrakku schalteten. Beim Laden des Fahrakkus über die neue Konstruktion, löste sich ein Kabel - ob dies aufgrund der schlechten Lötverbindungen geschah, oder ob sich derart viel Hitze am Schalter bildete, dass die Lötverbindung sich löste, ließ sich nicht mehr ermitteln - auf jeden Fall schmolzen die Kabel und die Verkabelung wurde unbrauchbar.Ich verwendete danach einen Wippschalter der bis zu 6A verträgt und hoffentlich die Probleme behebt.
Zur Verwendung kam auch ein Fahrregler Typ "Volksregler Typ II", der stetig im Boot verbleiben soll.
Das Ende naht
Langsam aber sicher nähern sich die Arbeiten dem Ende. Jetzt wird alles montiert und befestigt. Letzte Lackierarbeiten werden durchgeführt und demnächst steht die Jungfernfahrt an. Es wurde der Anker lackiert und angebracht und auch neue Scheibenwischer gefertigt und montiert.
Das Verdeck wurde zudem lackiert und ein wenig gealtert.
Es ist vollbracht
Jetzt ist es geschafft. Alles ist soweit fertig, dass man das Modell nun in das Regal stellen bzw. es in See stechen kann. Die Werftfahne ist angebracht, die Deutschlandfahne hängt, das Verdeck verglast. Jetzt... fallen mir schon weitere Details ein... mal sehen, was noch kommt!Links zum Original
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