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Fairmount Alpine (Billing Boats) - Baubericht Teil 17

Nach vielen Stunden des Bastelns ist nun der fertige Kartonmodellbaubogen online. Der Bastelbogen ermöglicht es, die Fairmount Alpine (und Schwesterschiffe) mit einer vorbildähnlichen Brückeneinrichtung auszustatten. 
Sie müssen nur die PDF-Dateien herunterladen, diese auf 120g DIN A4 Papier ausdrucken und losbasteln.
Das Ergebnis füllt den leeren Brückenraum. Viel Spaß.









Downloads (PDF)
Download des PDF-Bastelbogens "Fairmount Alpine Bastelbogen Datei 1" (rechte Maustaste - "Link speichern unter") Hinweis zum Download - Laden Sie die PDF-Datei auf Ihren Rechner und öffnen Sie diese Datei dann mit Adobe Acrobat. Nur so erhalten Sie eine hochwertige Auflösung.

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Video-Bauanleitung

Bauanleitung (YouTube-Video)

Fairmount Alpine (Billing Boats) - Baubericht Teil 16

Da das Spachteln und Schleifen des Rumpf mitunter etwas nervtötend ist, musste mal wieder der Papiermodellbau als Ausgleich dienen. So entstand die Idee, die Inneneinrichtung der Brücke aus Papier zu erstellen und diese dann wieder als PDF-Download später anzubieten.

Auch wenn die Bildquellen als dürftig zu bezeichnen sind, so lässt sich zumindest ein vorbildähnliche Inneneinrichtung bauen, die neben der begrenzten Bildquellen auch mit dem Problem der etwas speziellen Konstruktionsweise der Holzaufbauten zu kämpfen hat. Die Holzstützen, die sich am Rand der Kabinenwände befinden, stören ein authentisches Platzieren unmittelbar an den Wänden. Die Einrichtung muss daher ein wenig weiter wegrutschen, jedoch ist das zur jetzigen Situation - eine leere Brücke - ein hinnehmbarer Kompromiss.

Das erste Bauteil war die backbord Konsole des Winchenstands... ein Anfang!








Fairmount Alpine (Billing Boats) - Baubericht Teil 15

Stetig malträtiere ich das Schiff und meine Nerven mit Spachtelarbeiten am Rumpf und dabei kreisen die Gedanken um all das, was noch schief gehen kann. Sind die Wellen auch genau über der Bohrung für die Ruderanlage, auf derselben Höhe... wie richtet man die aus? 

Eine Schablone muss her. Aus Karton, am besten gleich digital erstellt, denn es müssen ja zwei her. Außerdem sieht das ganze Original-Konstrukt - auch wenn unter Wasser - irgendwie im Bausatz ganz anders aus. Die wenigen Bilder, die man im Internet finden kann, müssen reichen. 

Also hingesetzt und losgelegt... Eines vorweg... Genau wie das Original wird es nicht, aber besser schon... glaube ich!

Wenn alles fertig ist, gibt es die Zeichnungen zum kostenlosen Download... Versprochen!

Der erste Entwurf der Schablonen bzw. Bauteile


Die Kartonteile für die Zentrierung

Die Kartonteile für die Zentrierung

Die Kartonteile für die Zentrierung

Die eingesetzte Zentrierung

Der erste Versuch der neuen Halterungen - hier noch Karton

Fairmount Alpine (Billing Boats) - Baubericht Teil 14

Als kleiner Schritt in die richtige Richtung... die Richtung des "Hoffentlich werde ich jemals fertig"... habe ich das Schanzkleid angebracht und das Deck mit Teakholzstreifen verkleidet...

Das Schanzkleid ließ sich nach dem Wässern und Erhitzen sehr leicht biegen und nachdem das Bauteil zwei Tage mit Nadeln in der richtigen Position gehalten worden war, auch leicht montieren. Die Stützen sowie das Innere des Schanzkleides wurden zuvor mit Spritzspachtel behandelt, um so später ein leichteres Lackieren zu ermöglichen. 

Das Deck erhielt die im Bausatz enthaltenen Holzstreifen, die im Original vorliegenden Zwischenstreben aus Metall wurden aus Kartonstreifen gefertigt und anschließend das Ganze mit Bootslack getränkt.




Fairmount Alpine (Billing Boats) - Baubericht Teil 13

Beim Bau der Kräne war mir aufgrund der Erfahrungen mit den bereits gebauten "Kleinteilen" am Schiff klar, dass es nicht ohne Einsatz zusätzlicher Materialien geht. So ist beim Zusammenbau der einzelnen Bauteile für den Kran zusätzlich Baslasholz in Form von 2 x 2 mm Balsaholzleisten eingesetzt worden, um zu vermeiden, dass die stumpf miteinander verklebten Bauteile beim Spachteln und Schleifen an den Klebestellen wieder auseinanderfallen. 

Auch bei den Hydraulikzylindern habe ich zusätzlich Material eingesetzt, um die "billige" Erscheinung etwas zu verfeinern. 

Aufgrund der Bauweise bestand ein Hauptteil der Arbeit - geschätzt 80% - aus Spachteln und Schleifen, wobei insbesondere Dupli-Color Spritzspachtel zum Einsatz kam. So sieht die Wohnung jetzt auch aus... Na, ja... nicht ganz.



Fairmount Alpine (Billing Boats) - Baubericht Teil 12

Nachdem der Bau dieser "Schürzen" (ich weiß gar nicht wie die Dinger heißen) schon ein nerviges Unterfangen war, wurde die Lackierung ebenfalls zu einer zeitaufwändigen Sache. Zuerst mussten alle Stützen  bzw. die Beplankung bündig miteinander verschliffen werden. Danach wurden alle Fehlstellen mit 2K-Kleber gefüllt und dann gespachtelt. Das Ganze mit Feinspachtel versehen und immer wieder geschliffen. Dies kostete Zeit... viel Zeit und immer wieder ereilte mich der Gedanke, ob eine komplette Fertigung eines solchen Aufbaus aus Kunststoff nicht leichter und zu besseren Ergebnissen geführt hätte.

Egal. Die Konstruktion ist fertig, jetzt erhält das Ganze die Ergänzungen (Rohrleitungen und Beschläge)... weiter geht's!

Ach ja, und für alle die fragen, warum das Ganze jetzt schon lackiert wird. Alle Anbauteile werden soweit als möglich vorbereitet und später nur noch montiert zu werden. Dies soll mehr Details ermöglichen und das Lackieren vereinfachen... So der Plan...

Fairmount Alpine (Billing Boats) - Baubericht Teil 11

Wenn seit Monaten kein Beitrag mehr zur Fairmount Alpine erfolgte, dann lag dies zum einen an den zögerlichen Tätigkeiten, zum anderen aber auch an den frustrierenden Erlebnissen, die mir dieser Bausatz mal wieder bereitete.

Wieder einmal zeigte sich das Sperrholz von seiner schlechten Seite und zerbrach aufgrund unzureichender Verklebung der einzelnen Holzschichten, das Biegen der Rundholzleiste mittels Schablone verlief auch nur mit Hindernissen... die Leiste brach und musste angeflickt werden, was bei einer dreidimensionalen Ausrichtung nicht ganz einfach war und zudem habe ich Zweifel an dem Verlauf der letzten Meter des Rundrohres.... strakend... eckig...



Fairmount Alpine (Billing Boats) - Baubericht Teil 10

Das Heck der Fairmount Alpine ist einer der vielen Punkte, warum dieses Schiff auf dem Basteltisch gelandet ist. Geschwungene Formen... sehr geschwungen.... fast einen ganzen Tag habe ich investiert, um die Holzteile in kochendem Wasser vorzubiegen und diese schrittweise anzubringen.

Die Klebstoffe wurden gewissenhaft aufgebracht und nach Positionierung der Bauteile sofort wieder weggewischt, um nach Aushärten nicht noch mehr Zeit für das Entfernen aufbringen zu müssen. Die Bauteile wurden mit Nadeln und vorallem viel Klebeband fixiert. Dabei leistete insbesondere das Klebeband die eigentliche Arbeit, denn es mussten die letzten Millimeter beim Biegen der Bauteile mühselig überwunden werden.

Allen, die diese Arbeiten an der Fairmount noch zu bewältigen haben, empfehle ich es schrittweise, präzise und mit viel Ausdauer zu tun.... dies spart später lästiges nacharbeiten und den massiven Einsatz von Spachtel.



Fairmount Alpine (Billing Boats) - Baubericht Teil 9

Es ist vollbracht! Aufgrund der in den letzten Berichten häufiger beschriebenen Probleme zögerten sich die Arbeiten am Rumpf hinaus. In einem Anflug von "reiner Selbstdisziplin" wurden die letzten offenen Stellen am Rumpf beplankt und der Rumpf nun endgültig geschlossen. Gerade rechtzeitig, um nun im Frühjahr bzw. Sommer mit der "Drecksarbeit", sprich den Spachtelarbeiten und dem Laminieren zu beginnen.

Beim Biegen des Schanzkleides kam es wieder zu einem typischen Billing-Boats-Problem. Die schlecht verleimten Sperrholzplatten lösten sich beim Biegen förmlich auf. Also wurde zuerst gebogen und anschließend die abgefallenen Holzteile wieder mühselig angebracht.





Fairmount Alpine (Billing Boats) - Baubericht Teil 8

Heute mal wieder ein kleiner Bericht von den "Fortschritten" an der Fairmount Alpine. Dieser Tage fiel mir auf, dass das gute Stück seit Wochen - ach was, seit Monaten - auf dem Basteltisch verweilt und keinerlei Arbeiten fortgeführt worden sind. Das lag und liegt allerdings daran, dass die jetzt durchzuführenden Arbeitsschritte, nämlich das Aufbringen der Planken, eine mühselige und vor allem undankbare Aufgabe sind. 

Hier sehe ich einen Faktor im Bereich des Bausatzes. Immer öfter zeigen sich Fehlerquellen, die meines Erachtens hätten vermieden werden können, wenn Hinweise in der Anleitung oder eine leicht abgewandelte Beschaffenheit der Bauteile vorliegen würde, aber was soll's!

Die jetzt nötigen Arbeitsschritte sollen so schnell wie möglich durchgeführt werden, an Sorgfalt mangelt es nicht, nur an der Motivation. Das nächste Schiff wird wieder nur nach Plänen gebaut, da ist der Erbauer dann für die Schwachstellen bzw. deren Vermeidung zuständig.


Ein selbst geschaffenes Problem war das verfrühte Anbringen der Balsaholzklötze, die nun das Schneiden der Planken zu einer zusätzlichen Feinübung werden lässt. Fast schon wieder reizvoll.

Fairmount Alpine (Billing Boats) - Baubericht Teil 7

Nachdem im letzten Bericht gezeigt wurde, wie die Bugspitze gebogen wurde, stand nun die Montage und die weitere Beplankung an. Dies geschah unter Zuhilfenahme von Klebeband, Wäscheklammern und Spannklammern. Nur an einer Stelle kam eine Pinnadel zum Einsatz. Durch das Vorbiegen des Holzes war die Montage ein Kinderspiel. Auch die Passung der einzelnen Bauteile war gut, nur an wenigen kleinen Stellen entstanden Spalte, am Übergang der zweiten Planke zum Bugteil ein etwas größerer Spalt, der aber problemlos mit Restholz gefüllt werden kann.






Fairmount Alpine (Billing Boats) - Baubericht Teil 6

Nachdem der Rumpf bezüglich der Spanten fertig ist und die ersten Teile der Außenhaut montiert sind, muss nun die gebogene Frontpartie angebracht werden.
Da die Rundung recht stark ist und die Holzteile sich nur schwer montieren lassen würden, wenn sie in ihrer geraden Ausgangsform angesetzt würden, so mussten sie zuvor gebogen werden.
Hierzu werden sie kurz in Wasser getränkt und dann mittels der unten gezeigten Konstruktion ausreichend erhitzt und gebogen.
Ein Topf, etwas Wasser, zwei Messer, ein Deckel, ein wenig Zeit, rausholen, biegen, um ein Glas wickeln, mit Haushaltsgummis sichern... fertig





Fairmount Alpine (Billing Boats) - Baubericht Teil 5

Nachdem im letzten Teil über die teilweise schlechte Holzqualität berichtet wurde und meine E-Mail an Billing-Boats vom Firmenchef persönlich beantwortet wurde - es wurden neue Holzteile versprochen - wurde der Bau an den reparierten Teilen fortgesetzt. Im Prinzip soll, auch wenn der Rumpf komplett laminiert werden muss, der Rumpf so passgenau und sauber aufgebaut werden wie nur möglich, um die lästigen und giftigen Schleifarbeiten so gering wie möglich zu halten. Dies gelingt auch recht gut, wobei an den typischen Stellen, an denen auch andere Modellbauer kleinere oder größere Spalte haben, noch kleiner Spalten zu finden sind.
Prinzipiell wurden die "Bretter" nie stumpf verklebt, sondern immer Laschen an den bereits befestigten Bretter montiert.

Die bereits grün lackierten Teile wurden aufgrund der Erfahrungen anderer Bauberichte vorlackiert. 


Fairmount Alpine (Billing Boats) - Baubericht Teil 4

Nachdem ich im 3. Teil meines Berichtes bereits über Probleme mit der Laser-Cut Methode berichtet hatte, traten bei der Bearbeitung - genauer dem Austrennen der Außenhaut - erhebliche Mängel am Holz zutage. 
Sobald man die Teile (hier Bilder von Teil 40) versucht herauszutrennen, ja teilweise diese nur berührt, zerfällt das Sperrholz in seine einzelnen Schichten. Dieses Problem trat auch schon bei den dicken Sperrholzbrettern der Spanten auf, allerdings nur an kleineren Stellen und immer reparabel. Hier aber ähnelt die Arbeit einer Restauration eines antiken Möbelstückes.
Nach dieser Erfahrung habe ich mich entschlossen, der Firma Billing Boat eine bebilderte Nachricht zukommen zu lassen.
Bastelspaß... Bastelfrust macht sich breit!!!

Beim Auslösen der Bauteile zerfällt das Holz in Einzelteile....

Das Messer dient zum Größenvergleich, die Schichten lösen sich bereits nur bei Berührung mit dem Finger!!!

Fairmount Alpine (Billing Boats) - Baubericht Teil 3

Eigentlich war ich auf den ersten Blick von der Qualität der Bausätze und der Präzision der Lasercutmethode begeistert, bis... ja, bis... ich gestern anfing die Spanten aus den Holzbretter zu lösen. Dabei musste ich feststellen, dass sowohl die Qualität des Holzes, als auch die Qualität des Laserschnittes starke qualitative Unterschiede aufweisen. 

Auf dem ersten Bild sieht man die Draufsicht auf die Bretter. Hier sind keine Unterschiede zu erkennen, die die bei der Entnahme der einzelnen Bauteile aufkommenden Probleme vermuten lassen.


Auf dem zweiten Bild sieht man die Rückseite, auf der man die nicht durchgedrungene Lasernaht auf dem rechten Brett erkennt. Hier müssen alle Nähte mühselig nachgeschnitten werden, was in Anbetracht der Länge, der Form und der Menge zu einer "qualvollen" Angelegenheit wird. Links erkennt man hingegen, wie sauber das Brett durchtrennt wurde.


Die nachfolgenden Bilder zeigen zuerst die Rückseite des linken (sauber durchtrennten Brettes) und dann die Rückseite des unzureichend verarbeitenden Brettes. Zudem erkennt man die Konsequenz eines nicht ordnungsgemäß durchgeführten Laserschnittes: Trotz mühsamen Nachschneidens, ließ sich ein Ausreißen nicht gänzlich verhindern. Bleibt nur zu hoffen, dass dies bei den später sichtbaren teilen auf dem Deck nicht auch geschieht.




Es kommt aber noch schlimmer. Neben den oben genannten Unzulänglichkeiten im Bereich des Lasercuts, sind die Bretter von unterschiedlicher Qualität. Während das gut bearbeitete Brett sehr stabil ist, zeigt das schlecht verarbeitete Brett auch noch Schwächen in der Stabilität. Zwei Bauteile zeigten Risse bzw. eines brach sogar durch.
Das Ganze lässt sich aber noch dadurch toppen, dass das "schlechte Brett" und das "gute Brett" in sich nicht ganz gerade, sprich verzogen sind. Nicht unüblich bei Sperrholz, aber das setzt dem Ganzen nun endgültig die Krone auf.
Das gebrochene und zudem verzogene Bauteil, wurde mit Sperrholz aufgedickt und dadurch stabilisiert und "begradigt". Der Steg in der Mitte wurde noch nicht ausgesägt.


Fairmount Alpine (Billing Boats) - Baubericht Teil 2

Lang, lang ist's her, da begann ich das Projekt "Fairmount Alpine". Der erste Schritt war die Kabine, die immer noch auf Vollendung wartet. Der zweite Schritt war nun der Bau des Rumpfes, wobei hier anzumerken ist, dass ich mit dem Projekt nicht ganz alleine dastehe. Ein guter Freund hegt ebenfalls die Absicht die Fairmount zu bauen und es soll ein Gemeinschaftsprojekt werden. Warum dann aber nur ein Foto von nur einem Rumpf?
Zum einen weil ich an einem kalten Märzabend Lust auf ein bißchen Holzarbeiten bekam, zum anderen,weil ich die Montageplatte so vorbereite, dass auch er diese für das Projekt einsetzen kann. Daher der Vorlauf! Danach wird gemeinsam gebaut, geplant, verbessert, verschlimmbessert.... Ich freue mich drauf.
Jetzt aber zurück zum Rumpf:
Die Tischlerplatte (relativ verzugsarm) dient zur Ausrichtung der drei Bauteile. Diese drei unauffälligen Teile ließen sich aufgrund der Stärke des Holzes und der nicht ganz durch das Holz gedrungenen Laserschnitte nur mühsam aus der Platte lösen. Die Klebekanten wurde geschmirgelt, die Teile auf der Kante des Montagebrettes ausgerichtet und dann die Teile einseitig mit Klebeband aneinandergezogen. Die Konstruktion umgedreht, die verbundenen Teile aufgeklappt, Leim an die Schnittstellen gebracht und dann Klebeband auf die andere Seite aufgezogen. Das Ganze mit ausreichend Spannung versehen. Die Konstruktion an der Kante des Brettes ausgerichtet und mit Klammern angedrückt. Das Ergebnis überzeugt. Kein Verzug! Kein Spalt! Kein Absatz!
Anschließend noch Klebereste entfernt.... es kann weiter gehen

Die ersten Schritte am Rumpf

Fairmount Alpine (Billing Boats)

Billing Boats buntestes Boot!

Ich konnte nicht widerstehen, ein Vorbeigehen wäre undenkbar gewesen. Ich habe den Bausatz "Fairmount Alpine" von Billing Boats einfach gekauft, einfach so... Neeee, das wäre gelogen. Es war eine Mischung aus zu einem Teil Interesse  "Wie sind diese Bausätze, kann ich das auch, knacke ich die typischen Probleme dieser High-End Bausätze?" und zu einem anderen Teil "Angst, die Firma könnte es bald auch nicht mehr geben." 
Bevor es dieser Firma so geht, wie großen Teilen der Spielwarenbranche, kaufte ich den Bausatz. Jetzt steht er, nein, er liegt vielmehr in meiner Wohnung und dort prinzipiell im Weg herum. Der Baukasten ist riesig und beinhaltet erstaunlich wenig. Aber es ist doch ein Riesenschiff? Richtig, aber da alle Teile aus Holz sind, bis auf mehrere Tüten Beschlagteile aus Messing, Kunststoff und Resin, liegt alles in flachen Brettern vor, die feinst säuberlich durch die "Laser-Cut" Methode zerschnitten sind und die einzelnen Teile nur noch herausgelöst werden müssen. 
Hier genau liegt eines der vielen Probleme:
Holz verträgt sich nicht mit Wasser und ist auch bei der Farbgebung, die möglichst den Eindruck von lackiertem Stahl vermitteln soll, etwas wählerisch. Alle Teile müssen mit Schnellschleifgrund vorbehandelt werden, damit die Oberfläche möglichst glatt ist und sich bei der späteren Behandlung mit Farbe eben nicht wie Holz verhält und die Maserung zu Tage tritt.
Damit möglichst wenig Verschnitt vorliegt, werden die Teile extrem kompakt auf den einzelnen Brettern angeordnet. Folgerichtig sucht man und sucht man und hat man die Teile dann endlich gefunden, dann muss man diese heraustrennen. 1mm starkes Sperrholz und Bauteile, die nur geringfügig breiter sind, lassen sich nur schwer heraustrennen. Eine Arbeit, die für sich schon eine Herausforderung darstellt. Heraustrennen bedeutet aber nicht sofort montieren. Hier muss erst noch das Material entfernt werden, welches der Laser nicht geschnitten hatte, denn sonst wären die Teile ja von alleine aus dem Brett gefallen. Auch das ist bei der Feinheit der Teile eine Sache für sich.
Die ersten Teile, an die ich mich heranwagte, waren die Winden und die Kabine. Bei den Winden zerbrach mir ein feines Teil und ich musste dieses mühsam wieder zusammensetzen. Hinzukam, dass eine makellose Oberfläche erst durch den Einsatz von Spritzspachtel erreicht wurde. Diese Bauteile aus Kunststoff zu fertigen wäre präziser und besser gewesen.

Billing Boat Fairmount Alpine - Die erste Winde - Ein Bau- und Erfahrungsbericht


Bei der Kabine bestand der Reiz in den schrägen Wänden, die aus Einzelteilen bestehen, die wiederum vor dem Zusammensetzen mühselig passend geschliffen werden mussten. Auch dies eine eher ungewohnte Arbeit für einen Plastikmodellbauer. Aber mithilfe von viel Geduld und ständigem Überprüfen der angeschrägten Verbindungsstellen, dem Einsatz von Malerkrepp, um die Teile vor dem Verkleben bereits optimal in Position zu halten und vielen weiteren kleinen Arbeitschritten, entstand der untere Teil der Kabine. Diese soll nun so zusammengesetzt werden, dass alle Klebenähte nochmals mit Schnellschleifgrund vorsichtig behandelt werden, um sie dann möglichst plan und sauber zur Entlackierung vorbereiten zu können. Hier werde ich dann auch ein wenig von den Arbeitsabläufen aus dem Bauplan abweichen.
Die erste große Abweichung stellt das reine Aufsetzen der Brücke dar. Diese hätte laut Bauplan direkt auf den Decksboden mithilfe der 14 Stützen verklebt werden sollen. Da ich dies aufgrund der Lackierung und Detaillierung der Kabine für sehr schwer halte, werde ich dies in in getrennter Reihenfolge machen. Begonnen habe ich mit den vorderen Stützen und der Fensterrahmen. Damit es keine Probleme mit der Ausrichtung gibt, wird als nächstes der Bau der Schlote erfolgen, die wiederum die Ausrichtung der Brücke erleichtern. So zumindest der Plan. Zur Zeit - die Fensterfronten wurden gerade eingesetzt - scheint die Symmetrie zu stimmen.

Billing Boat Fairmount Alpine - Die Kabine - Ein Bau- und Erfahrungsbericht Billing Boat Fairmount Alpine Bau der Kabine Billing Boat Fairmount Alpine Bau der Kabine

Billing Boat Fairmount Alpine Bau der Kabine - Stützen eingefügt Billing Boat Fairmount Alpine Bau der Kabine - Aufbau Schlote Billing Boat Fairmount Alpine Bau der Kabine - zusammengesteckter / teilweise verklebter Aufbau

Billing Boat Fairmount Alpine Bau der Kabine - zusammengesteckter / Montage der Fensterrahmen Billing Boat Fairmount Alpine Bau der Kabine - zusammengesteckter / Montage der Fensterrahmen

Mal sehen wie es weitergeht. Ich hoffe, Sie haben Geduld.

Zwischenzeitlich habe ich in Rücksprache mit Herrn Kester Kleinert (siehe Links) folgende vorbereitende Bestellungen / Einkäufe getätigt:

DupliColor RAL Acryl RAL 2004 reinorange: Brücke, Cargorail, diverse Winden
DupliColor RAL Acryl RAL 3009 oxidrot: Unterwasserschiff
DupliColor RAL Acryl RAL 5002 ultramarinblau: Rumpf und Schornsteine
DupliColor RAL Acryl RAL 6018 gelbgrün: Rumpf
DupliColor RAL Acryl RAL 7035 lichtgrau : Deck
DupliColor RAL Acryl RAL 9016 verkehrsweiß: Deckshaus

Nach langer Zeit

Es geht weiter. Nach langer Suche und vielen Versuchen, habe ich mich für die von Herrn Kleinert beschriebenen Methode zur Darstellung der Hochdruck-Steigrohre entschieden. Diese werde ich mit Drahtschlingen - in Anlehnung an das Original - befestigen und mit kleinen Ringen versehen. Alle Versuche mit Holz und Kunststoff sind fehlgeschlagen, also werde ich diesen Weg beschreiten.
Als nächstes kommen alle andere Rohre dran.


Auf der linken Seite ist nur der Schlauch mit einem Messingdraht in Form gebogen. Auf der rechten Seite wurde dieser bereits mit Drahtschlingen versehen und auch die beiden Ringe, die die Flansche darstellen sollen, wurden aufgeschoben.

Links zum Original