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Ferngesteuerte LKW-Torte...

.... mit Licht, Hupe, Sound und Ladefläche. Gibt's nicht? Doch! Braucht man das?

Ich beginne einmal ganz anders. Stellen Sie sich vor, Sie wären 8 Jahre alt und das wäre am morgendlichen Geburtstagsfrühstückstisch Ihr Geschenk. Braucht man das? JAAAAAAAA!

Quelle: YouTube

Me 109 G6, Academy 1:72

Diese Bausatz war ein Genuß. Gebaut über die Weihnachtsfeiertag, lackiert mit Vallejo Acrylfarben. Alles passte, kleine Ergänzungen im Cockpitbereich: Gurte, Leitungen... Fertig. Ein Liebling im Maßstab 1:72.



Littorina von Graupner

Als ich den vor über 25 Jahren gebauten Trümmerhaufen der Graupner Littorina auf einem Regal im Keller fand, gab es eigentlich nur zwei Optionen: 1. Die sofortige Entsorgung oder 2. die komplette Instandsetzung. Ein einfaches Abstauben und Inbetriebnehmen ging aus Gründen des Stolzes nicht, denn zum einen waren meine Qualitäten als Modellbauer an diesem Modell unterirdisch, zum anderen ist der Bausatz eines Modelles unwürdig. Also, was machen?
Genau! Einfach zerlegen, optimieren, nach Originalvorlagen neu bauen, die unbrauchbaren Reste entsorgen.


Das Beiboot

Alles begann mit der Neugestaltung des Beibootes. Das Original-Bausatzbeiboot war ein unförmiger Klumpen Tiefziehplastik. Also den vorderen Teil entfernen und aus Kunststoffplatten und 2K-Masse neu formen. Den Motor, den Tank, die Ruder nach Vorlagen selbst bauen und das Ganze mithilfe alter Decals neu gestalten. In diesem kleinen Ding stecken rund 5 Tage Arbeit. Noch fehlt der Anker.






Das Ruder

Nach dem Beiboot kam der Rest... der Rest des Rumpfes, den ich damals lieblos zuschnitt, dilletantisch verklebte, grottigst bemalte... Bevor es an die Optik geht, muss die Technik optimiert werden. Das Original verfügt über ein so genanntes Becker-Ruder, mein Modell besaß.. genau, ein Ruder, das aus zwei Teilen Tiefziehplastik zusammengepappt war. Ich wollte zuerst die Bilder des vorher - nachher Zustandes nicht zeigen, aber ich muss durch dieses tiefe Tal schreiten. Gleichzeitig erfolgte der Neubau des Achterstevens, der dem Original ähneln soll und gleichzeitig das Ruder stabilisiert.






 

 

 

 

 

 

Der Rumpf

Der Rumpf... ja, auch so ein düsteres Kapitel. Hier sind etliche Hürden zu nehmen. Zum einen habe ich damals die Holzdecks, ohne diese vorher genau anzupassen, einfach auf die dafür vorgesehene Leiste geklebt. So sah es zumindest aus, aber als ich nun die Decks herausriss, da sah ich, dass die Decks bis zu einem Zentimeter über der Leiste schwebten und die Lücken mit dilettantisch großen Mengen Klebstoff verfüllt waren. Jetzt hieß es, die unglaublich feste Masse zu entfernen, wobei die Substanz des Rumpfes nicht zu stark angegriffen werden sollte. Eine echte Gradwanderung. Da die Bordwände von innen mit neuem Polystyrol beklebt werden, sind die Frässpuren nicht sonderlich schlimm.

Dann mussten die Bullaugen neu gesetzt werden. Als Kind hatte ich mir von meinem Taschengeld extra neue Bullaugen gekauft (Modell Messingrand und Schraubenköpfe). Diese mussten nun entfernt und zudem die Öffnungen korrigiert werden.




Das Bugstrahlruder

Das wollte ich immer schon haben. Das kannte ich von den großen Schiffen in Italien... Ein Querstrahlruder. Als Kind war es schon aufgrund des Preises, der Einbauprobleme und der Tatsache, dass ich gar keine passende Fernsteuerung gehabt hätte ein Wunschtraum.
Jetzt hätte ich die 35 € übrig, aber die Firma Graupner hat ihren Bestand und Angebot verändert. Heißt konkret, dass keiner mehr Modellbau betreiben will und folglich der Kram nicht mehr geliefert wird. Also: Genau!!! Selber bauen!!!
Das graue Rohr stammt aus dem Elektrofachhandel. Der Rest wurde umständlich gebaut, getestet und für gut befunden. Arbeitszeit insgesamt 6 Stunden.












Die Back

Ankerwinde


Die Back - das vordere Deck - verfügt über viele Details, die leider im Originalbausatz nur rudimentär, gar nicht oder falch dargestellt sind. Dies versuche ich nun mithilfe von Bildern und entsprechenden Detailarbeiten zu kompensieren. Hier zum Beispiel die Ankerwinde. Alles aus Polystyrol und reine Handarbeit. Als Vergleich dient eine 1 Euro-Cent Münze.

Bella von Aeronaut

Bilder von der Jungfernfahrt


Die oben gezeigten Bilder der Jungfernfahrt spiegeln auch den Spaß beim Bau der Bella von Aeronaut wieder. Nach ca. 2 Monaten intensiven abendlichen Arbeitens, durfte die Bella im Spätsommer / Herbst in See stechen. Um es vorweg zu nehmen: Der Bausatz ist einfach schön. Es ist alles enthalten - bis auf Farbe und Klebstoff, Fernsteuerung und Werkzeuge - und mit ein wenig Fingerspitzengefühl und Sorgfalt ist es möglich einen schwimmfähigen, spaßbringenden und leicht zu segelnden Blickfänger für den heimischen Badesee zu bauen.

Frühlingserwachen


Frühjahr 2014. Die Bella tritt ihre erste Fahrt nach der Winterpause an. Akkus geladen und ab ins Wasser. Aufgrund der falschen Ausrichtung des Kiels, zeigen sich nun Risse im Lack, die zwar unschön aussehen, aber keine Bedrohung darstellen. Vermutlich hätte eine Verstärkung mit Flugzeugsperrholz Abhilfe geschaffen. Das Ganze wird demnächst neu gestrichen werden... wie beim Original!

Video

Die Bauphase

Die Bauzeit betrug rund 8 Wochen, wobei die Lackierung, die mit Pinsel und Bootslack erfolgte, als zeitaufwendiges Unterfangen zu bezeichnen ist. Hier ging die meiste Zeit und Nerven drauf.
 
Nun aber die Schritte im Einzelnen:

Bild 1: Das Spantengerüst wurde auf die Heling aufgesetzt.
Bild 2 + 3: Die Seitenwände wurden angesetzt und mit Klebebeand gesichert.




Bild 4: Der Ständer wurde zusammengesetzt, wobei hier darauf zu achten ist, dass die zwei Ständerteile auch den Rumpf aufnehmen können. Hier also probieren.
Bild 5: Das Innere des Schiffes. Hier werden die Spanten mit der Außenhaut durch sogenannte Leimwülste verklebt.
Bild 6: Das Ruder. Hier lohnt sich der Einsatz von Schleifmaschinen. Der hier eingesetzte Schnellläufer ließ eine einheitliche Schrägung nicht zu.



Bild 7 + 8: Das Deck wurde aufgesetzt und mit Klebeband gesichert.
Bild 9: Die Plicht wurde eingesetzt und die schrägen und leicht gebogenen Seitenwände der Plicht mit Klemmzwingen gesichert.



Bild 10: Die Rückbank wurde in die Plicht eingesetzt, wobei diese zusätzlich mit 5mm x 5mm Kieferleisten gesichert wurden.
Bild 11 + 12: Die Plicht aus der Nähe. Zur Probe wurde auch schon einmal ein Lüfter montiert.



Bild 13: Das Kabinendach wurde montiert. Hier habe ich ein Lineal zur Hilfe genommen, um die Biegung des Daches zu ermöglichen und ein Brechen zu verhindern.
Bild 14: Die Plicht mit einer Testweise angeschlossenen Decksleuchte.
Bild 15: der Versuch, die Bombe mit selbstgefertigten Polystyrol-Tiefziehteilen zu versehen.



Bild 16 + 17 + 18: Um das Schiff ein wenig aufzuwerten, habe ich Messingteile hinzugefügt. So etwa die Lüfter, die Deckslampen und die Heckleuchte, die zudem auch den Flaggenstock umfasst.

LED-Beleuchtung

Da dies eines meiner Hauptprobleme darstellte, will ich hier auch noch kurz auf die verwendeten LEDs eingehen. Sie werden von drei Mignon-Zellen betrieben und es sind passende Vorwiderstände vorgeschaltet worden:
  • LED weiß, 3,2 Volt, 20mA, 44°, 2600 mcd
  • LED rot, 1,85 Volt, 20 mA,
  • LED grün, 2,2 Volt, 20mA 150mcd

Bella II

Aufgrund des immens hohen Spaßfaktors, habe ich die Bella ein zweites Mal gebaut. Manche Fehler oder Probleme konnte ich bei der zweiten Version vermeiden bzw. umgehen. Angedacht ist, dass das Schiff ganz in Holzoptik gebaut wird und nicht mit weißem Unterschiff.
Interessant wird auch sein, inwiefern der steifere Kiel (Faserrichtung des Holzes durch Aeronaut beim ersten Bausatz falsch verwendet / falscher Zuschnitt) das Segelverhalten beeinflusst.
Hier schon einmal Bilder von einer echten Veränderung: Dem Einbau der Akkuschalen für den Sender und die Beleuchtung. Die beiden eingelassenen, aber herausnehmbaren Schalen werden noch mit Deckeln versehen, die Schalter dienen dem Zuschalten der einzelnen Beleuchtungselemente (Navigationslichter, Plichtbeleuchtung und Innenbeleuchtung). Die beiden Buchsen dienen zum Laden der Akkus.