Ehrenfriedhof und Ehrenhalle im belgischen Namur-Belgrade - Kartonmodell und Begleitheft

Mein Urgroßvater wurde ab 1915 bei der Festungsfuhrparkkolonnenabteilung des Train-Bataillon 16 in Namur in Belgien eingesetzt. So weit, so gut. Er überlebte den Krieg - bei einer reinen Verwendung in der "Etappe" auch nicht verwunderlich - und kehrte mit vielen Bildern aus dieser Zeit und mit Bezug zu seiner Tätigkeit bei der Festungsverwaltung zurück.



Die Bilder blieben bis heute erhalten und ich stellte mir schon früh die Frage, was das denn für ein pompöses Gebäude sei, welches auf etlichen Bildern zu sehen ist. Ich mache es kurz: Im patriotischen Euphorismus, den die jeweiligen Nationen zu Beginn des Krieges erfuhren, baute man für die deutschen Kriegsopfer der Kämpfe um die belgische Festung Namur auf dem zivilen Friedhof im Vorort Belgrade eine Ehrenhalle. Nicht nur die Ehrenhalle glänzt durch Größe, Ausstattung und Detailliebe, sondern auch die Anlage der Gräber war immens aufwendig.

Auf der Suche nach diesem Gebäude im Rahmen einer Beteiligung an einer von der Universität Namur gestalteten Sonderausstellung und Forschungsprojekt, wollte ich diese Halle einmal besuchen... Der belgische Wissenschaftler der Uni Namur, mit dem ich zusammengearbeitet hatte, schaute mich verwundert an und sagte die ernüchternden Worte: "It has gone and nothing is left."

Weg, einfach weg! Noch nicht einmal umgewidmet und zivil genutzt. Weg!

Das ließ mein Interesse nochmals steigen und so machte ich mich an die Arbeit, Unterlagen und Dokumenten, Bilder und Grafiken zusammenzutragen und diese zusammenzustellen. Aber was nutzen all die Worte und Bilder, wenn man sich das Ganze immer noch nicht vorstellen kann. Es muss also ein Modell her. Möglichst detailgetreu und so nah am Original wie es eben nur geht.

Bilder des Entwurfmodells (Work In Progress) / schwarzweiß Modell

WIP - Kartonmodell im Entwurfsstadium

WIP - Kartonmodell im Entwurfsstadium

WIP - Kartonmodell im Entwurfsstadium

WIP - Kartonmodell im Entwurfsstadium

Neben dem reinen Modell werden die Erkenntnisse zu dem Friedhof und der Ehrenhalle in ein Begleitheft gepackt. Es werden alle verfügbaren Unterlagen, Fotos und Erkenntnisse zusammengeführt und die Daten der ehemals dort Bestatteten mithilfe von Verzeichnissen aus dem Ersten Weltkrieg, den belgischen Archiven und deutscher Organisationen ergänzt.

Schrittweise wird auch das Modell ergänzt, so wurden die Steinmasken von Florian Winbush (Vielen Dank dafür... und auch für die vielen anderen Arbeiten und Tipps!) gezeichnet, die nun über den Säulen thronen.

WIP- Die von Florian Winbush gestalteten Steinmasken wurden über dem Fries angebracht.

WIP - Die nun bereits wieder veraltete Gesamtansicht... kleinere Veränderungen im Berich der Bodenplatte


Bensheimer Kirchberghäuschen - Kartonmodell im Maßstab 1:100

Das bekannte und beliebte Ausflugslokal auf dem Bensheimer Hausberg - dem Kirchberg - kann als Kartonmodell heruntergeladen werden und mithilfe eines Bauanleitungsvideos gebaut werden. Das Einzige, was Sie brauchen, sind 4 Bögen 120g DIN A4 Papier und einen guten Farbdrucker. Dann kann es losgehen.

Bauen Sie entweder die geplante aber nie umgesetzte Entwurfsvariante aus dem Jahr 1845 oder eine Szenerie aus dem Jahre 1906, die das Gebäude mit bemaltem Fries und illustrer Besuchergruppe der Kaiserzeit zeigt (daher auch die damals übliche Fahne). Beide Gebäudevarianten wurden anhand authentischer Materialien möglichst detailgetreu erstellt und sollen einen Eindruck des Zustands zur jeweiligen Zeit geben.
Viel Spaß beim Bau...

Variante 1845




Variante 1906 mit Besuchergruppe der Kaiserzeit




Spur Z - Infektionsrisiko! oder "Wie alles begann" - Teil VII

Nach langer Zeit ging es wieder weiter. Durch den Bau der Kartonmodelle (siehe Download Kartonmodelle) konnte nun die Anlage weiter auf- und ausgebaut werden.
Die zwei Hänge, die die Gleisspindeln beinhalten wurden mit Büschen und Bäumen versehen und für das Dorf wurden die Stellflächen aus MDF-Platten gefertigt und eingegipst.
Es ist noch ein weiter Weg bis die Anlage als fertig zu bezeichnen ist, aber die heutigen Arbeiten lassen hoffen.







Märklin 36344 BR 333 - Funktionen und Geräusche

Die kleine Rangierlokomotive wurde mir geschenkt - für den Einsatz auf meinem Timesaver - und ich muss sagen, dass die kleine BR 333 wirklich zuckersüß auf der Anlage wirkt.

Nachdem ich sie aus der Packung geholt hatte und sie auf dem Gleis platziert war, wurde sie sofort von der Märklin Mobile Station 2 gefunden und ließ sich problemlos bedienen.

Märklin 36344 / BR 333 - Foto der Lokomotive von der Seite


Der Preis von 279,- .... ach, es war ja ein Geschenk.... ist natürlich schon hoch, aber was heutzutage alles in solchen kleinen Wundern zu finden ist. Beeindruckend!

Die neuen Telex-Kupplungen sind weitaus filigraner, als die, die ich noch aus meiner Kindheit kenne. Bei den alten Objekten wusste man noch anhand der mechanischen Geräuschkulisse, dass der Kuppelvorgang erfolgreich war. Bei den hier eingesetzten Bauteilen ist das anders. Hier muss sich die filigrane Bauart und das langsame Zurückkehren in die Ausgangsposition (Muss das so sein?) erst noch beweisen.

Die Beleuchtung (LED sei Dank) weiß zu überzeugen, eine Innenbeleuchtung des Führerstands ist nicht möglich, da ansonsten die untergebrachte Elektronik im unschönsten Lichte erstrahlen würde.
Sobald man die Lokomotive mithilfe der MS2 zum Leben erweckt, - will heißen: man betätigt die Funktionstaste F2 - ertönt der angelassene Motor und dieser klingt schrill bis metallisch! Hier versuchte ich die Lautstärke per MS2 zu reduzieren, denn schon nach kurzer Zeit nervte mich das Geräusch kolossal. Dies gelang auch in gewissem Maße und verbessert bzw. verringert das Schmerzempfinden erheblich. Die Betriebsgeräusche der anderen Funktionen entschädigen ein wenig und machen den Rangiervorgang richtig rund.

Bei der Beschreibung fehlte mir allerdings eine "idiotenfreundliche" Beschreibung der Lichtschaltung, denn die Funktionstasten F0, F6 und F8 leuchten nur ein, wenn man sich mit der Materie auskennt, die Beschreibung ist als lieblos zu erachten und dient Anfängern nicht gerade dazu, die Pfiffigkeiten des Modells voll auszuschöpfen und gleichsam einen Einblick in das "vorschriftsmäßige Rangieren" zu geben. Eine vergebene Chance... für einen Hersteller, der seit Jahrzehnten um Kunden, insbesondere junge Kunden kämpft.

 Zur Veranschaulichung ein kleines Video



Fazit 





Die Verarbeitung ist sehr gut, da gibt es nichts auszusetzen
Die Lok ließ sich auf Anhieb durch die MS2 in Betrieb nehmen
Die Funktionen funktionierten und überzeugten
Die Geräusche (als Funktion / im Rahmen der Betriebsabläufe) sind für den Rangierbetrieb überzeugend und brauchbar, ansonsten... siehe "Net joot"






Der Preis ist hoch, denn...
... der Sound schmerzt: blechern, schrill, zu laut.... unschön
die Bedienungsanleitung bezüglich mancher Funktionen (Einsatz in der Realität und im Rangierbetrieb) ist lieblos... man könnte mit einer pfiffigen Anleitung den Spieltrieb fördern und die Begeisterung an den Funktionen steigern... will man wohl nicht!

Motzen kann jeder, also her mit einer Lösung!
Da mich der Sachverhalt mit der korrekten Beleuchtung nervte, habe ich mir überlegt, wie man eine potentielle Anleitung für den richtigen Gebrauch der Lichter mithilfe einer möglichen, werksseitigen Darstellung umsetzen könnte.

Das Ganze ging schon - nebst Begleitschreiben - an Märklin. Mal schauen, ob man sich für mein Problem und meinen Lösungsansatz begeistern kann. Wenn jetzt auch noch...

Ich habe noch Ideen, die das Ganze für Einsteiger noch attraktiver machen könnte...