HMV - Børøysund - 1:250 Teil I

Ach, diese kleinen Schiffchen... Ich kann es nicht lassen. Dieses Mal ist es die Børøysund. Ein kleiner Schlepper und Passagierdampfer; den hatte ich gleichzeitig mit der Modelik-Lok bestellt, aber das kleine Schiff hat es mir angetan.

Ein sehr guter Bausatz, der mit dem Lasercuts-Satz ein echter Hingucker ist, aber weitaus mehr Details hat und noch ein bißchen mehr Können erfordert, als die Albatros. 



Bisher habe ich alles wie in der Anleitung gebaut, nur bei der Brücke habe ich eine Veränderung vorgenommen. Die Holzbrücke hätte aus zwei Teilen bestanden, bei der man die Fenster ausschneiden kann. Tut man dies, dann hat man unzählige (gefühlt) Fenster auszuschneiden, die, wenn der Karton doppelt so stark ist, noch schwieriger zu meistern sind. Also habe ich nur den äußeren Teil mit Fenstern bestückt, der innere Teil wurde ohne Fenster ausgeschnitten, die Rückseite der Außenseite braun bemalt und somit noch filigranere Fenster geschaffen. Der Erbauer / Konstrukteur des Bausatzes möge mir verzeihen.



Nun zu einem Thema, welches im Modellbau im Alter zwangsläufig sein dürfte.... Ich brauche eine Brille! Also, ich habe mir eine geholt, es ginge natürlich auch ohne, aber jetzt ist es besser, also geringfügig, denn vorher war es ja auch noch sehr gut, ganz klar... nur halt so gekauft! Ahhh.... ich werde alt!


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Modelik - Linke-Hofmann Bt - Kartonmodell 1:25

Nach dem erfolgreichen und kurzweiligen Bau des HMV-Kartonmodells "Albatros" stieß ich auf einen Bausatz der Firma Modelik. Auch wenn ich gleich wieder ein weiteres Modellschiffchen bauen wollte, ließ mich die "schräge" Gestalt dieser Lokomotive nicht mehr los.

Also, für 9,90 € den Bausatz und 6,90 € den Lasercut Satz bestellt und gespannt auf die Lieferung gewartet. Der Postbote klingelte und im Nu war das Paket geöffnet.




Der Druck ist sogenannter Digitaldruck, also nicht matte Farbe tief in den Karton eingedrungen, sondern so, wie ich das von den Laserfarbdruckern kenne. Ob das hält beim Knicken und Biegen? Mal schauen.

Dann die Seiten durchgeblättert. Naja, zumindest die wichtigsten Anweisungen hätte man - wie bei HMV auch - auf Englisch übersetzen können und sich innerhalb der Anleitung nur Symbole und Zahlen verwenden können. Hier ist polnisch gefragt... oder der Google-Übersetzer, der bei manchen Worten - essentiellen Hinweisen der Bauschritte - an seine Grenzen kommt.

Als ich dann beim Durchblättern auf die Bauabschnitte stieß, die graue Bauteile zeigten, zweifelte ich an meiner Kaufentscheidung, denn hier zeigen sich farbliche Unterschiede innerhalb des Grautons, also Streifen.

Der Lasercut-Satz hingegen scheint perfekt zu sein. Hier sehen alle Teile sauber geschnitten und stimmig aus. Mal sehen, wie es weitergeht.


Modellbau Maßstab 1:1 oder "..and now for something completely different.."

Wie gesagt... frei nach Monthy Python's Flying Circus... und jetzt einmal zu etwas ganz anderem!

In einem Haus aus dem Jahre 1877 wurde knapp 100 Jahre später - die Wohnstandards hatten sich geändert und Toiletten im Kellertreppenhaus waren nicht mehr der Standard - eine Toilette nebst Waschbecken und Dusche in die sogenannte Speisekammer gebaut. 

Auf den Holzboden gesetzt. So machte man das früher. Fünfundzwanzig Jahre später wurde das Bad renoviert. Auf den Holzboden kam eine Pressspanplatte und darauf Fliesen. Die Fliesen natürlich mit entsprechendem Unterbau, denn sonst... egal.

Seit geraumer Zeit ließ sich Wasser - also Feuchtigkeit - im Kellerraum unter dem Badezimmer feststellen und man beobachtete die Angelegenheit.

Irgendwann, so im Sommer des Jahres 2017 stellte sich ein leichter Geruch ein, der ein wenig an Draculas Gruft erinnerte, will sagen, ein feucht modriger Hauch, der sich verstärkte. Es wurde ein Handwerksbetrieb geholt, der nach Abheben der Schüssel (Kloschüssel) feststellen musste, dass das Rohr, welches in die Schüssel führte, einen gehörigen Riss hatte.



Es lässt sich unschwer erkennen, dass nicht nur das Holz (Holzboden aus Pressspan sowie Unterkonstruktion) sondern auch die Schüttung aus Lehm erheblich gelitten und große Mengen Feuchtigkeit aufgenommen hatte.

Der Fliesenboden, der sich unter dem Vinyl-Laminat befindet, wurde durch die Stemmarbeiten ebenfalls geschädigt. Ein einfaches Ersetzen des Rohres, ein Einbau neuer Fliesen war aufgrund der Schädigungen des Unterbaus nicht mehr möglich.

Erster Schritt - Handwerker informieren. Ich mache es kurz: "Nicht unser Gewerk" und "...dafür übernehmen wir nicht die Verantwortung, da muss alles raus, man weiß ja nicht, was drunter ist..." Alle sehr nett und gleich in ihren Empfehlungen: "Selbermachen!"

Also, Fliesen raus inklusive der Entkopplungsmatte und entfernen des Klebers. Danach die vom Sanitärfachmann geschaffene Öffnung symmetrisch ausgeschnitten. Hier zeigte sich, dass die Spanplatte bereits erheblich angegriffen war.

Also diese weiter ausgeschnitten, so dass eine neue Platte auf den tragenden Teilen des historischen Unterbaus sicher aufliegt.




Wenn oben Wasser reinläuft, kommt es unten raus. Einfach Logik mit allgemeiner Gültigkeit. Die im Keller befindliche Decke - eine Mischung aus Holzbrettern, Schilfrohr und groben Putz, war ebenfalls stark durchfeuchtet und durch die Stemmarbeiten beschädigt. Also auch hier einen symmetrischen Ausschnitt geschaffen, um die Anbringung einer neue Konstruktion zu ermöglichen... wenn alles trocken ist.



Danach im oberen Bereich die Bodenplatte aus Pressspan entfernt und für das Einlassen einer Multiplexplatte vorbereitet. 


Dieser Zustand wurde rund 5 Tage so belassen, um die extreme Feuchtigkeit aus der Konstruktion entweichen zu lassen. Dann wurde der Ausschnitt des Dielenbodens ebenfalls symmetrisch ausgearbeitet, damit eine Art Tunnel eingelassen werden kann. Dieser soll das Rohr in sich tragen und es immer zugänglich lassen. Die Wände des Tunnels erlauben es später die Hohlräume zu verfüllen, bevorzugt mit Bauschaum.

Nachdem alles mit Säge und Stechbeitel ausgearbeitet war, wurde der tragende Unterbau ergänzt. Holzbretter, die unter die bestehenden Dielen eingelassen wurden, erhielten jeweils zwei Ständer, die die auftretenden Kräfte auf das Mauerwerk des Kellers ableiten sollen. 



Der Abstand zwischen dem Unterbau und der Oberkante der Dielen wurde dann mit Bretter geeigneter Stärke gefüllt. Somit ist der gesamte Unterbau - ausgenommen die Öffnung für das Rohr - wieder hergestellt. 


Das Multiplexbrett erhielt noch eine Öffnung, die das Rohr knapp fasst, um später mit der Unterkonstruktion verschraubt zu werden. Die leichten Ränder, bzw. der Abstand zwischen den Brettern, wird für die Dichtbahnen benötigt. Dann kann die Oberfläche versiegelt und neuer Vinylboden verlegt werden. Neue Fliesen sind nicht vorgesehen.


Nachdem das Brett eingepasst war, wurde ein Bautrockner eingesetzt, da die Sommerhitze das in der Unterkonstruktion befindliche Wasser nicht entfernen konnte. Nach rund 7 Tagen Laufzeit enthielt der Becher für das Kondenswasser nach 24 Stunden nur noch eine Wassermenge, die einer Kaffeetasse entsprach. Das Gerät konnte abgeschaltet werden. In der Zwischenzeit konnten Informationen und Materialien für den Oberbau besorgt werden, wobei hier erhebliche Probleme bei der Wahl der Vorgehensweise auftraten. Nicht jeder Händler verfügte über das benötigte Material, manchmal widersprachen sich die Aussagen der Händler mit denen der Herstellerangaben diametral, so daß Lösungsvorschläge ganz verworfen werden mussten. Erst das Gespräch mit einem "alten" Fliesenleger brachte die Lösung. 

Es wurde eine Dichtbahn mit flexibler Dichtmasse aufgebracht, die die noch bestehende Dichtung ergänzt und so - theoretisch - dreifachen Schutz bieten soll.


Da keine Fliesen eingesetzt werden sollten, fiel die Wahl auf Vinylboden. Trotz penibler Arbeiten, um eine möglichst ebene Fläche zu erzielen, neigt der eingesetzte Vinylboden dazu, auf der kurzen Seite nur schwer einzurasten. Die Nähte zur Wand wurden mit Silikon versiegelt.


Die zu dem Produkt erhältlichen Fußleisten, die nötig sind, um die sehr große Lücke zwischen der ursprünglichen Höhe der Bodenoberkante, und damit automatisch der Wandfliesenunterkante, zu schließen, sind problematisch. Die an die Wand anzubringenden Elemente sind gut zu verarbeiten, die Leisten an sich bestehen aus einem sehr spröden Material, was die Arbeit erschwert. Zudem sind die Leisten durchgängig verzogen und lassen sich dadurch kaum an die Halterung anbringen, teilweise entstehen Kräfte, die die Halterungen von der Wand lösen.


Teil III - Kartonmodell - Albatros - HMV-Verlag

Fertig.. fast... es müssen die mühselig angebrachten Kupferdrähte, die die Takelage darstellen, noch einmal mit dunkelgrauen Farbe nachgezogen werden.

Ansonsten verbleibe ich mit den Worten: Kartonmodellbau ist genial, auch wenn sehr fordernd, aber das kleine Schiffchen fasziniert einfach.

HMV-Verlag, Kartonmodell "Albatros", Best.-No. 3325, Baubericht und Erfahrungen in Bildern


HMV-Verlag, Kartonmodell "Albatros", Best.-No. 3325, Baubericht und Erfahrungen in Bildern

Nur noch einmal für den Größenvergleich... 
die berühmte 1-Cent Münze am Bug

HMV-Verlag, Kartonmodell "Albatros", Best.-No. 3325, Baubericht und Erfahrungen in Bildern