mXion Weichendecoder - LGB-Weiche umrüsten

 Nachdem die gewünschten Loks erfolgreich mit Decodern ausgestattet waren, entbrannte die Lust, auch die Weichen zu digitalisieren. Die Kosten dafür sind - wenn man die Originalteile in Erwägung ziehen würde - eigentlich nicht bezahlbar. Da wird aus dem Hobby ein existenzbedrohender Zeitvertreib.

Aufgrund der sehr guten Erfahrungen mit den elektronischen Bauteilen von mXion entschied ich mich auch bei den Weichen für die angebotenen Weichendecoder und - da mir Basteln Spaß macht - für die reine Platinenvariante, die selbst mit Kabeln versehen und eingebaut werden muss. Die Platine ist so klein beschaffen, dass diese in die Schwelle der Weiche passt und völlig unscheinbar ist. 

Die größte Hürde für einen konservativen Modelleisenbahner wie mich besteht weniger in der reinen handwerklichen Umsetzung als vielmehr in der Programmierung der Decoder.

Nachdem ich zwei Decoder verbaut hatte und die erste Weiche auch schon in der Anlage verbaut war und prächtigst funktionierte, setzte ich nach getaner Arbeit auch die zweite Weiche ein. Erst einmal nichts... beunruhigend! Zu heiß gelötet? Kurzschluss? Die typischen Panikgedanken im für mich immer noch herausfordernden Elektronikbereich schossen durch den Kopf.

Nach einiger Zeit funktionierten beide Weichen, aber.... gleichzeitig. Hmm.... irgendetwas mit CV-Werten... irgendwie muss man der Weiche sagen, wer sie ist und was sie machen soll.

Hier würde ich mir eine noch stärker lenkende und erläuternde Erklärung in der Bedienungsanleitung der mXion-Produkte wünschen.

Im Prinzip - nachdem sich der Ruhepuls bei mir wieder eingestellt hatte - geht man auf CV 121 und wählt die Weichennummer... also eins, zwei, drei. ABER mit jeder Weiche einzeln an der Digitalsteuerung, also bei mir der Märklin MS2. Weiche 1 an die MS2 anschließen... CV 121... Wert 1. Weiche 1 entfernen... Weiche 2 anschließen... CV 121... Wert 2 und so weiter!

Gelesen, gedacht, gemacht... Passt.

Spur Z-Treffen in Zell (Mosel) 2025

 Mehr durch Zufall und aufgrund des regnerischen Wetters besuchte ich die Spur Z Ausstellung der Z-Freunde International e.V. in Zell an der Mosel.

Meine Erwartungen waren gering, denn schon oft hatte ich mich auf groß angekündigte Veranstaltungen gefreut und wurde dann aufgrund der Größe oder der Qualität schwer enttäuscht. 

Meine Erwartungen wurden nicht nur übertroffen, sondern ich war erschlagen ob der tollen Module, die an Details und Präzision kaum zu übertreffen waren. Manche Modelle beruhigten mich dahingehend, dass sie auch einfacher gehalten waren, aber da waren ein paar dabei... Puhhhh... Hut ab!

Ich lasse Bilder sprechen... und denken Sie bitte daran, dass die Anlagen im Maßstab 1:220 gebaut sind!


















mXion Drive M 2.0 - Anfängerprobleme bei der Digitalisierung einer LGB Lok

 Was zu Beginn einfach klang und einfach dargestellt wurde, brachte doch recht viel Verduss und kostete Zeit. Auch wenn ich prinzipiell verstanden habe, wie ein Decoder zu verbauen ist - einschließlich der baulichen Veränderungen an der Lok - und wie er prinzipiell zu programmieren ist, so sind es die Details, die etliche Zeit, E-Mails, Foreneinträge und Grübeleien erforderten.

Im Prinzip war der Decoder schnell verbaut, die LEDs verkabelt, die Sonderfunktionen wie die beiden Entkuppler angeschlossen, aber dann traten ein paar unschöne Effekte auf.

Gleiche LEDs aber nicht gleich hell

Der erste Einschnitt war die unterschiedliche Leuchtstärke der Innenbeleuchtung bei Vorwärts- und Rückwärtsfahrten. Nach einer E-Mail an Herrn Dege (Homepage mXion) war das Problem vermutlich eine unterschiedlich hoch eingestellte Spannung für die vordere und die hintere Lampe. Das lässt sich noch einfach regeln.

Licht eingeschaltet, Licht leuchtet.... nicht mehr

Nicht mehr regeln ließ sich der Totalausfall der vorderen LED, vermutlich war die Spannung zu hoch, aber da alle LEDs gleicher Bauart waren und zuvor die Innenbleuchtung bei Rückwärtsfahrt stärker leuchtete und dies - so mXion - Auswirkung auf die Innebeleuchtung hat, warum brannte dann die vordere LED durch? Man weiß es nicht und das Thema hat sich auch erledigt, da die grellen LEDs den Originalbirnchen der LOK wieder weichen mussten. Das warme Licht einer echten "Birne" ersetzt nichts!!!

Rückwärts immer, vorwärts... immer nur wenn ich es einstelle

Jedes Mal, wenn ich die MS2 einschaltete und mit der Lok fahren wollte, musste ich zuerst die Fahrtrichtung durch Druck auf den roten Knopf ändern. Kein Beinbruch, aber trotzdem lästig und wenn sich dies ändern ließe... ach, das wäre schön.

1 CV-Wert - 5 Parameter

Früher hätte ich die Polung am Motor geändert, aber - um es kurz zu machen - das ist digital hinfällig. Es muss doch machbar sein. Meine Nachfragen in Foren wurden belächelt, aber vorallem nicht beantwortet. Es war eine gut gestellte Frage an die KI, die über Umwege die Lösung brachte. In der Gebrauchsanweisung der mXion Drive M 2.0 heißt es zum Thema Fahrtrichtung... also nicht in Worten, sondern nur über die angehängte Tabelle:


Ich wollte über den CV-Wert 29 die "Normale Richtung" (Wert 0) invertieren also einschalten. Dazu hätte ich den Wert "1" eingeben müssen. Das verstand ich noch, aber warum kann ich unter einem CV-Wert plötzlich 5 Parameter einstellen? Das Geheimnis heißt Addition! Also, ich will die Fahrtrichtung invertieren (ich setze "1"), ich will die hohe Anzahl an Fahrstufen und setze "2", dann wäre die "1" aber überschrieben. Richtig... ich addiere "1" und "2", also erhalte ich "3" und gebe diesen Wert ein. Ich will zudem "Digital + Analogbetrieb" (Wert "4") und addiere dies zu der "3", somit "7". Ich gebe also die "7" ein und siehe da, die Lok hat viel mehr Fahrstufen, sie fährt nun von Beginn an in die richtige Richtung und es stimmt auch die Anzeige bei der MS2 und ich kann die Lok analog fahren. Da muss man erst einmal drauf kommen.

Fast... noch nicht ganz

Begeistert setze ich die Lok in Gang und ... Okay, die Lok fährt nun in die richtige Richtung, aber das Licht verhält sich nun so, wie es sich die ganze Zeit verhalten hat, also jetzt falsch herum: Lok fährt vorwärts, Licht schein hinten und umgekehrt.

Auch kein Problem, denn die Tabelle sagt:

CV 52 steht auf "1", CV 57 steht auf "2", Anhang 3 besagt, dass "1" für "Nur bei Vorwärtsfahrt " und "2" für "Nur bei Rückwärtsfahrt" gilt. Also einfach bei den beiden CV-Werten die Zahlen getauscht. Das war's. 
Da muss man erst einmal draufkommen! (Natürlich alles ohne Gewähr)


Bastelbogen Stellwerk im Maßstab 1:87 - Große Fenster, dünne Rahmen...

  Große Fenster, dünne Rahmen … ich glaube, das war der eigentliche Grund dafür, mich einmal mit einem Stellwerk zu beschäftigen. Nach dem Bau des Bahnhofs Niederzissen und Kempenich wollte ich einmal ein ganzes Bahnhofsensemble gestalten.

Die Gestaltung der Ziegelsteine und der Natursteine … eigentlich kein Problem, die Gestaltung der Holzfassade – abgesehen von der Farbgebung – ebenfalls nicht, aber die Fenster …

Man kann sie in der für den Papiermodellbau typischen Farbgebung gestalten, aber das würde auf einer Modelleisenbahnanlage nicht wirken. Man könnte sie nur als Glasfront einbauen – ohne Rahmen –, aber das wäre auch nicht authentisch. Lasercut … schön und gut, aber dafür braucht man die entsprechende Ausrüstung. 3D-Druck … noch komplexer, denn meine Idee beim Papiermodellbau ist es, dass alles mit einfachsten Mitteln umgesetzt werden kann. Damit bleibt nur eine Alternative:

Faden, Schablone und Klebstoff … genau wie bei der Reling von Schiffen im Maßstab 1:250.

Gestaltung von großflächigen Fenstern eines Stellwerks im Papiermodellbau

Gestaltung von großflächigen Fenstern eines Stellwerks im Papiermodellbau - Fenster ausschneiden, Schablone vorbereiten und mit Garn ausfüllen.

Gestaltung von großflächigen Fenstern eines Stellwerks im Papiermodellbau - Fenster ausschneiden, Schablone vorbereiten und mit Garn ausfüllen -  das Ergebnis
Die Fäden / Garn wurden eingesetzt, sind aber noch nicht ausgerichtet.

Das Ganze sieht im Testbau - nur teilweise ausgedruckt, ohne Alterung und unvollendeter Treppe - wie folgt aus:

Stellwerk Stuttgart Feuerbach als Probedruck und Probebau - ohne Alterung und nur provisorisch konstruierter Treppe - Frontansicht

Stellwerk Stuttgart Feuerbach als Probedruck und Probebau - ohne Alterung und nur provisorisch konstruierter Treppe - Seitenansicht

Stellwerk Stuttgart Feuerbach als Probedruck und Probebau - ohne Alterung und nur provisorisch konstruierter Treppe - Rückseite mit Blick auf unvollendete Inneneinrichtung


Messerschmitt M17 - Kartonmodell von Reimers

 Nach der langen Konstruktionsphase am Bahnhof Kempenich / Niederzissen musste es einfach mal wieder ein gekauftes Modell sein. Da ich als Kind bereits die Flugzeugmodelle von Wilhelmshaver Modellbaubögen gebaut hatte, entschloss ich mich zu einem Flugzeugmodell von Reimers... Aus Spaß und Freude. Einfach bauen...

Ganz so einfach war es gar nicht, denn zum einen kann ich nicht, wie bei meinen eigenen Modellen, Teile nachfertigen, zum anderen ist die Größe der Teile und die Materialstärke doch etwas anderes. Nichts desto trotz.. es war schön.

Reimers Kartonmodellbau - Kartonmodell der Messerschmitt M 17 im Maßstab 1:24

Reimers Kartonmodellbau - Kartonmodell der Messerschmitt M 17 im Maßstab 1:24

Reimers Kartonmodellbau - Kartonmodell der Messerschmitt M 17 im Maßstab 1:24

Reimers Kartonmodellbau - Kartonmodell der Messerschmitt M 17 im Maßstab 1:24



Kartonmodell des Bahnhofs Niederzissen im Maßstab 1:87

Etwas Schöneres kann einem als Konstrukteur eines Kartonmodells kaum passieren, als plötzlich eine E-Mail eines befreundeten Kartonmodellbauers aus den Niederlanden zu erhalten – mit vier wunderschönen Fotografien seines fertigen Modells meines Bahnhofs im Anhang.

Zugegeben: Ab einem gewissen Punkt erträgt man den Kontrollbau der eigenen Modelle kaum noch. Wenn man drei-, vier-, … zehnmal dasselbe Teil ausschneidet, um es in Kombination mit anderen Teilen auf Passgenauigkeit zu prüfen, ist spätestens nach dem dritten Komplettmodell die Luft raus.

Umso erfreulicher war die Nachricht von Eef Smitshuysen aus Schimmert (NL), durch die ich den Bahnhof Niederzissen auf Fotos betrachten konnte.

Vor Begeisterung stieg ich ins Auto und fuhr in die Niederlande, um mich persönlich bei Eef zu bedanken. Was darauf folgte, kann man nur als einen wunderschönen Sonntag bezeichnen. Eef zeigte mir das Modell, seine Sammlung an Papiermodellen (allein diese wäre ein eigenes Museum) und sein Museum mit Landmaschinen. Einmalig! Ein unvergesslicher Tag!

Zudem konnte ich noch kleine Änderungen am Bastelbogen vornehmen, da durch Eefs Modell einige kleinere Versäumnisse meinerseits sichtbar wurden.

Download PDF (ca. 50 MB)

Hier nun der Grund meiner Freude – Eefs Version meines Kartonmodells.

Kartonmodell des Bahnhofs Niederzissen (gebaut und fotografiert von Eef Smitshuysen)
Kartonmodell des Bahnhofs Niederzissen (gebaut und fotografiert von Eef Smitshuysen)

Kartonmodell des Bahnhofs Niederzissen (gebaut und fotografiert von Eef Smitshuysen)

Kartonmodell des Bahnhofs Niederzissen (gebaut und fotografiert von Eef Smitshuysen)
Kartonmodell des Bahnhofs Niederzissen (gebaut und fotografiert von Eef Smitshuysen)

Kartonmodell vom Bahnhof Kempenich und Niederzissen der Brohltalbahn im Maßstab 1:87

Es musste einfach sein – ich hätte es nicht sein lassen können. Doch es hat lange gedauert, denn immer wieder kamen neue Ideen und Bauzustände hinzu.

An einem Wintertag fuhr ich nach Kempenich, und das kleine Gebäude fiel mir sofort auf – ein ehemaliger Bahnhof, wie man mir sagte. Also musste ich ein paar Fotos machen und das Gebäude vermessen.

Die Texturen stellten im Grunde das größte Problem dar, doch auch das ließ sich bewältigen. Auf der Suche nach weiteren Fotos tauchte das Kleinod plötzlich in verschiedenen Bauzuständen auf – und so kamen auch diese Varianten auf die Liste.

So entstand ein zehnseitiger Bastelbogen, der die Bahnhöfe in folgenden Zuständen abbildet:

  • Bahnhof Kempenich um 1902
  • Bahnhof Kempenich um 1926
  • Bahnhof Kempenich heute (ohne angebaute Halle)
  • Bahnhof Niederzissen heute

Was braucht der interessierte Bastler?

Man sollte sich vorab für eine Version entscheiden, dann die passenden Teile und Arbeitsschritte zusammenstellen – und im Prinzip braucht man nur noch Kleber, Farbe, Schere, Messer, Pinzette und viel Zeit.

Viel Spaß beim Basteln

Download PDF (ca. 50 MB)


Alle nachfolgenden Bilder zeigen die Testversion, also ohne Alterungen und mit teilweise anderen Texturen. Änderungen vorbehalten.

Bahnhof Kempenich - Kartonmodell im Maßstab 1:87 - Bauzustand 1902
Bahnhof Kempenich - Kartonmodell im Maßstab 1:87 - Bauzustand 1902



Bahnhof Kempenich - Kartonmodell im Maßstab 1:87 - Bauzustand 1926
Bahnhof Kempenich - Kartonmodell im Maßstab 1:87 - Bauzustand 1926

Bahnhof Kempenich - Kartonmodell im Maßstab 1:87 - Bauzustand 1926
Bahnhof Kempenich - Kartonmodell im Maßstab 1:87 - Bauzustand 1926

Bahnhof Kempenich - Kartonmodell im Maßstab 1:87 - Bauzustand 1926
Bahnhof Kempenich - Kartonmodell im Maßstab 1:87 - Bauzustand 1926

Kindheitstraum und Realität - LGB 2060

 Als Kind, also vor rund 40 Jahren, war es einst mein Traum, diese kleine Lokomotive besitzen zu dürfen. Es waren noch nie die großen, schweren Lokomotiven, sondern immer eher die kleinen Dampf-, Diesel- und Elektrolokomotiven, die mir ins Auge fielen.

So hätte ich immer gern die kleine Schöma-Lok besessen, die als Rangierlok meine Güterwagen auf der Anlage verschiebt.

Jetzt habe ich sie - aber der Anlass ist eher traurig. Aus dem Nachlass eines sehr guten Freundes, dem ich die kleine Lok gerne noch in Aktion gezeigt hätte, stammt dieser kleine Schatz.

Ansporn genug, um diesen einstigen Traum - der aus heutiger Sicht eher tragisch rudimentär anmutet und enttäuschend wirkt - aufzurüsten.

Was ist angedacht:

  • Digitalisierung (Decoder, Sound)
  • ggf. automatische Kupplungen
  • Licht auf LED-Basis
  • Superungen (Haltegriffe aus Metall hervorstehend)
  • Alterungen
Soviel zur Theorie, mal sehen, was daraus wird, allerdings fühle ich mich verpflichtet, meinem Freund auch in fernen Welten noch Freude zu bereiten.


Knusper, Knusper, knäuschen... Wer knabbert an meinem Häuschen..

 Als kleines Wochenendgeschenk gab es heute ein Lebkuchenhaus, welches man selbst zusammenbauen musste. Modellbau der essbaren Art. Das Haus der Firma Weiss, mit Puderzucker und allem was man zur Gestaltung braucht, ließ sich innerhalb einer Stunde basteln und war eine willkommene Ablenkung von dem bisherigen Papier- und Kunststoffmodellbau. Das einzige, was man zu Hause haben muss, ist ein Ei, davon das Eiweiß, und einen geeigneten Spritzbeutel. Alles andere ergibt sich von alleine.



Bastelbogen "Bensheimer Bürgerwehr" - Bastelbogenset mit vier Soldaten

Als ich vor vielen Jahren den Bastelbogen "No. 7 Unteroffizier, 9 Mann" von "Fuchs' Künstler-Modellierbogen zur Herstellung der Münchener plastischen Pappspielwaren nach Entwürfen von H. Krebs München"auf der Homepage des Arbeitskreis Geschichte des Kartonmodellbaus sah, wusste ich, dass ich diesen zum einen als Vektorgrafik neu anlegen würden, und zwar so, dass er auf DIN A4 passt und zum anderen diesen Bogen als Vorlage für Kartonsoldaten der "Bensheimer Bürgerwehr" nutzen würde.
Gesagt, getan... Ein erster Bastelbogen mit vier Soldaten der Bensheimer Bürgerwehr der Heimatvereinigung "Oald Bensem" wurde geschaffen, der durch weitere Bastelbögen (Kommandant zu Pferd und Musiker) ergänzt werden soll.

Bastelbogen "Bensheimer Bürgerwehr" - Bastelbogenset mit vier Soldaten

Die Bastelbögen müssen auf DIN A4 und 160g Papier ausgedruckt werden und können dann durch Ausschneiden, Anritzen und Falten zu den ca. 25 cm großen Figuren zusammengesetzt werden.
In diesem Bastelbogen sind enthalten: Soldat No. 1 "Flabbe Friedrich". Ein Soldat mit mißmutigem Gesicht, der allerdings ein freudiger Geselle ist, er kann es halt nur nicht zeigen. Soldat No. 2 "Där dräckig Dieter", der gerne Bürgerwehrsoldat ist, allerdings die Pflege seiner Uniform etwas vernachlässigt. Soldat No. 3 "Där Woiselige Waldemar", der die Munitionstasche gegen einen guten Bergsträßer Wein tauscht und jedem zuprostet. Soldat No. 4 "Där Brezzel Bernhard" begibt sich nur mit Proviant - seinen geliebten Brezzeln - auf den Winzerfestumzug.



Focke-Wulf 190, Maßstab 1:100

 Als kleines Urlaubsprojekt durchgeführt, entwickelten sich die kleinen Modelle von Scissors and Planes zu einem echten Suchtfaktor. Alles fing mit der kleinen FW 190 für einen Dollar an (ecardmodels) und ging dann mit JU87, Gotha G V, Me 109, HS 123 weiter.

So günstig die Modelle auch sind, so knifflig sind sie gleichzeitig. Keine Anleitung, keine Hinweise, keine Bezeichnung der Bauteile. Und natürlich die Größe und Machart der Modelle. Nicht, dass ich keine Erfahrung mit diesen Modellen hätte, aber das ist doch etwas anderes. Insbesondere die fehlende Beschreibung stellt ein Problem dar. Alle Modelle habe ich auch überarbeitet, so wurden z.B verbotene Symbole entfernt, manche Fehler ausgebügelt und auch Teile neu konstruiert. Dies gilt  insbesondere für die Gotha G V.

ARFA - Grammophon

 Es war ein tragischer Anblick den das Koffergrammophon der Firma ARFA bot, als es aus einem Theaterfundus entsorgt und den Weg auf meinen Basteltisch fand. Es muss sehr lange Wind und Wetter und vor allem hoher Feuchtigkeit ausgesetzt gewesen sein, denn sowohl die Stoffbespannung (Schlangenhaut) als auch die Metallteile waren vom Zerfall geprägt. Es gab an der Bespannung nichts zu retten, auch wenn die Schlangenhaut durchaus Reize gehabt hätte. Auch die vernickelten Teile waren allesamt schwer angeschlagen. Das Gehäuse erwies sich nach dem Abziehen der Schlangenhaut als wurmstichig, verrottet und morsch und so mussten ganze Teile ausgetaucht werden, wobei der Grundsatz "soviel wie möglich erhalten" immer die oberset Prämisse blieb.

Der Plattenteller fehlte gänzlich, konnte aber nach langer Suche gefunden werden. Am schlimmsten war aber die ursprüngliche Fertigungsqualität dieses Objektes, denn auch im Originalzustand hätte dieses Grammophon nie mit einem HMV, ALBA etc. mithalten können. Unterschiedliche Schrauben in völlig voneinander abweichender Fertigungsqualität, planlos montierte Zurüstteile wie das Nadelfach oder die Nadeldose und ein plattgepresster Tonarm, der mit Gewalt an das Gehäuse angepasst wurde, sind nur wenige Beispiele für das "interessante" Werk damaliger Grammophonbauer.

Die beiden Restaurierungsobjekte: ALBA (links) und ARFA. 

Das Arfa Grammophon (rechts) vor der Instandsetzung. 

Bespannt wurde das Ganze mit Buchbinderleinen in einem Braunton, der zumindest farblich an den Ursprung erinnern soll. Alle Schrauben, die in keiner Weise mehr zu verwenden waren, wurden durch Messingschrauben ersetzt, das Holz aufgearbeitet und Teile neu lackiert. Es befindet sich in einem funktionstüchtigen Zustand und ... schallt laut durch die Nachbarschaft... knapp 100 Jahre nach der Entstehung ein Ohrenschmaus!

ARFA Koffergrammophon nach der Instandsetzung - Außenansicht
ARFA Koffergrammophon nach der Instandsetzung - Außenansicht

ARFA Koffergrammophon nach der Instandsetzung - Außenansicht mit geöffnetem Deckel
ARFA Koffergrammophon nach der Instandsetzung - geöffneter Deckel

ARFA Koffergrammophon nach der Instandsetzung - Außenansicht mit geöffnetem Deckel frontal

ARFA Koffergrammophon nach der Instandsetzung - Außenansicht mit geöffnetem Deckel , seitlich mit Kurbel

ARFA Koffergrammophon nach der Instandsetzung - Außenansicht mit geöffnetem Deckel, Plattenteller und Tonarm

ARFA Koffergrammophon nach der Instandsetzung - Außenansicht mit geöffnetem Deckel, Geschwindigkeitsregler