Spur Z - Infektionsrisiko! oder "Wie alles begann" - Teil VII

Nach langer Zeit ging es wieder weiter. Durch den Bau der Kartonmodelle (siehe Download Kartonmodelle) konnte nun die Anlage weiter auf- und ausgebaut werden.
Die zwei Hänge, die die Gleisspindeln beinhalten wurden mit Büschen und Bäumen versehen und für das Dorf wurden die Stellflächen aus MDF-Platten gefertigt und eingegipst.
Es ist noch ein weiter Weg bis die Anlage als fertig zu bezeichnen ist, aber die heutigen Arbeiten lassen hoffen.







Märklin 36344 BR 333 - Funktionen und Geräusche

Die kleine Rangierlokomotive wurde mir geschenkt - für den Einsatz auf meinem Timesaver - und ich muss sagen, dass die kleine BR 333 wirklich zuckersüß auf der Anlage wirkt.

Nachdem ich sie aus der Packung geholt hatte und sie auf dem Gleis platziert war, wurde sie sofort von der Märklin Mobile Station 2 gefunden und ließ sich problemlos bedienen.

Märklin 36344 / BR 333 - Foto der Lokomotive von der Seite


Der Preis von 279,- .... ach, es war ja ein Geschenk.... ist natürlich schon hoch, aber was heutzutage alles in solchen kleinen Wundern zu finden ist. Beeindruckend!

Die neuen Telex-Kupplungen sind weitaus filigraner, als die, die ich noch aus meiner Kindheit kenne. Bei den alten Objekten wusste man noch anhand der mechanischen Geräuschkulisse, dass der Kuppelvorgang erfolgreich war. Bei den hier eingesetzten Bauteilen ist das anders. Hier muss sich die filigrane Bauart und das langsame Zurückkehren in die Ausgangsposition (Muss das so sein?) erst noch beweisen.

Die Beleuchtung (LED sei Dank) weiß zu überzeugen, eine Innenbeleuchtung des Führerstands ist nicht möglich, da ansonsten die untergebrachte Elektronik im unschönsten Lichte erstrahlen würde.
Sobald man die Lokomotive mithilfe der MS2 zum Leben erweckt, - will heißen: man betätigt die Funktionstaste F2 - ertönt der angelassene Motor und dieser klingt schrill bis metallisch! Hier versuchte ich die Lautstärke per MS2 zu reduzieren, denn schon nach kurzer Zeit nervte mich das Geräusch kolossal. Dies gelang auch in gewissem Maße und verbessert bzw. verringert das Schmerzempfinden erheblich. Die Betriebsgeräusche der anderen Funktionen entschädigen ein wenig und machen den Rangiervorgang richtig rund.

Bei der Beschreibung fehlte mir allerdings eine "idiotenfreundliche" Beschreibung der Lichtschaltung, denn die Funktionstasten F0, F6 und F8 leuchten nur ein, wenn man sich mit der Materie auskennt, die Beschreibung ist als lieblos zu erachten und dient Anfängern nicht gerade dazu, die Pfiffigkeiten des Modells voll auszuschöpfen und gleichsam einen Einblick in das "vorschriftsmäßige Rangieren" zu geben. Eine vergebene Chance... für einen Hersteller, der seit Jahrzehnten um Kunden, insbesondere junge Kunden kämpft.

 Zur Veranschaulichung ein kleines Video



Fazit 





Die Verarbeitung ist sehr gut, da gibt es nichts auszusetzen
Die Lok ließ sich auf Anhieb durch die MS2 in Betrieb nehmen
Die Funktionen funktionierten und überzeugten
Die Geräusche (als Funktion / im Rahmen der Betriebsabläufe) sind für den Rangierbetrieb überzeugend und brauchbar, ansonsten... siehe "Net joot"






Der Preis ist hoch, denn...
... der Sound schmerzt: blechern, schrill, zu laut.... unschön
die Bedienungsanleitung bezüglich mancher Funktionen (Einsatz in der Realität und im Rangierbetrieb) ist lieblos... man könnte mit einer pfiffigen Anleitung den Spieltrieb fördern und die Begeisterung an den Funktionen steigern... will man wohl nicht!

Motzen kann jeder, also her mit einer Lösung!
Da mich der Sachverhalt mit der korrekten Beleuchtung nervte, habe ich mir überlegt, wie man eine potentielle Anleitung für den richtigen Gebrauch der Lichter mithilfe einer möglichen, werksseitigen Darstellung umsetzen könnte.

Das Ganze ging schon - nebst Begleitschreiben - an Märklin. Mal schauen, ob man sich für mein Problem und meinen Lösungsansatz begeistern kann. Wenn jetzt auch noch...

Ich habe noch Ideen, die das Ganze für Einsteiger noch attraktiver machen könnte...

Fairmount Alpine (Billing Boats) - Baubericht Teil 17

Nach vielen Stunden des Bastelns ist nun der fertige Kartonmodellbaubogen online. Der Bastelbogen ermöglicht es, die Fairmount Alpine (und Schwesterschiffe) mit einer vorbildähnlichen Brückeneinrichtung auszustatten. 
Sie müssen nur die PDF-Dateien herunterladen, diese auf 120g DIN A4 Papier ausdrucken und losbasteln.
Das Ergebnis füllt den leeren Brückenraum. Viel Spaß.









Downloads (PDF)
Download des PDF-Bastelbogens "Fairmount Alpine Bastelbogen Datei 1" (rechte Maustaste - "Link speichern unter") Hinweis zum Download - Laden Sie die PDF-Datei auf Ihren Rechner und öffnen Sie diese Datei dann mit Adobe Acrobat. Nur so erhalten Sie eine hochwertige Auflösung.

Download des PDF-Bastelbogens "Fairmount Alpine Bastelbogen Datei 2" (rechte Maustaste - "Link speichern unter") Hinweis zum Download - Laden Sie die PDF-Datei auf Ihren Rechner und öffnen Sie diese Datei dann mit Adobe Acrobat. Nur so erhalten Sie eine hochwertige Auflösung.

Video-Bauanleitung

Bauanleitung (YouTube-Video)

Fairmount Alpine (Billing Boats) - Baubericht Teil 16

Da das Spachteln und Schleifen des Rumpf mitunter etwas nervtötend ist, musste mal wieder der Papiermodellbau als Ausgleich dienen. So entstand die Idee, die Inneneinrichtung der Brücke aus Papier zu erstellen und diese dann wieder als PDF-Download später anzubieten.

Auch wenn die Bildquellen als dürftig zu bezeichnen sind, so lässt sich zumindest ein vorbildähnliche Inneneinrichtung bauen, die neben der begrenzten Bildquellen auch mit dem Problem der etwas speziellen Konstruktionsweise der Holzaufbauten zu kämpfen hat. Die Holzstützen, die sich am Rand der Kabinenwände befinden, stören ein authentisches Platzieren unmittelbar an den Wänden. Die Einrichtung muss daher ein wenig weiter wegrutschen, jedoch ist das zur jetzigen Situation - eine leere Brücke - ein hinnehmbarer Kompromiss.

Das erste Bauteil war die backbord Konsole des Winchenstands... ein Anfang!








Fairmount Alpine (Billing Boats) - Baubericht Teil 15

Stetig malträtiere ich das Schiff und meine Nerven mit Spachtelarbeiten am Rumpf und dabei kreisen die Gedanken um all das, was noch schief gehen kann. Sind die Wellen auch genau über der Bohrung für die Ruderanlage, auf derselben Höhe... wie richtet man die aus? 

Eine Schablone muss her. Aus Karton, am besten gleich digital erstellt, denn es müssen ja zwei her. Außerdem sieht das ganze Original-Konstrukt - auch wenn unter Wasser - irgendwie im Bausatz ganz anders aus. Die wenigen Bilder, die man im Internet finden kann, müssen reichen. 

Also hingesetzt und losgelegt... Eines vorweg... Genau wie das Original wird es nicht, aber besser schon... glaube ich!

Wenn alles fertig ist, gibt es die Zeichnungen zum kostenlosen Download... Versprochen!

Der erste Entwurf der Schablonen bzw. Bauteile


Die Kartonteile für die Zentrierung

Die Kartonteile für die Zentrierung

Die Kartonteile für die Zentrierung

Die eingesetzte Zentrierung

Der erste Versuch der neuen Halterungen - hier noch Karton

Fairmount Alpine (Billing Boats) - Baubericht Teil 14

Als kleiner Schritt in die richtige Richtung... die Richtung des "Hoffentlich werde ich jemals fertig"... habe ich das Schanzkleid angebracht und das Deck mit Teakholzstreifen verkleidet...

Das Schanzkleid ließ sich nach dem Wässern und Erhitzen sehr leicht biegen und nachdem das Bauteil zwei Tage mit Nadeln in der richtigen Position gehalten worden war, auch leicht montieren. Die Stützen sowie das Innere des Schanzkleides wurden zuvor mit Spritzspachtel behandelt, um so später ein leichteres Lackieren zu ermöglichen. 

Das Deck erhielt die im Bausatz enthaltenen Holzstreifen, die im Original vorliegenden Zwischenstreben aus Metall wurden aus Kartonstreifen gefertigt und anschließend das Ganze mit Bootslack getränkt.




Revell 1:72 Plastikmodell der RAF Se 5a als Spaßmodell

Irgendwann landete dieser Bausatz mal in meinem Fundus und ich begann ihn zu bauen, aber eigentlich war schon nach Öffnen der Packung klar, dass dieser Bausatz mindestens so alt war, wie das Originalflugzeug... also fast.

Somit begann die schnelle Recherche im Internet und schon hatte der Bausatz ein Innenleben. Alles aus Plastikkarte und von Hand gefertigt.

Dann war Ebbe... der Bausatz verschwand in einer großen Kiste mit weiteren Opfern des Sammelwahns. Bei einer Aufräum-, Entsorgungs-, und Umpackaktion lächelte er mich wieder an... Jetzt war er fällig.

Ich lasse Bilder sprechen:

Die Ausgangslage nach Jahren des Verschollenseins...

Das Innenleben vor Jahren einmal aus Plastikkarte gestaltet

Die zwei Rumpfhälften zusammengesetzt mit den neu hinzugefügten Auspuffrohren und der Scheibe

Die Auspuffanlage aus Kunststoffrohr

Das Innenleben nach der Basisbemalung - mehr ein Gag - denn viel sieht man nicht mehr

Modulanlage in H0 und H0e - Baubericht Teil 13

Aufgrund eines interessierten Modelleisenbahners reiche ich heute noch einmal Bilder der Modulanlage nach, die die Konstruktion der herausnehmbaren Brücke zeigen.

Die Brücke wird auf beiden Seiten in passenden Halterungen gehalten, die die Modulanlage zusätzlich stabilisieren. Die Brücke hält somit die voneinander getrennten Modulteile im richtigen Abstand zueinander. Zudem kann die Brücke sich nicht bewegen, wenn sie eingesetzt wurde. 

Die Kontakte sind aus geschnittenem Messingblech und leicht federnd. Somit ist gewährleistet, dass die Kontakte immer unter Druck stehen. Das System hat sich nach fast drei Jahren hervorragend bewährt.

Rechte Seite der Brückenhalterung (Kontakte seitlich)

Linke Seite der Brückenhalterung (Kontakte unten)

Rechte Seite der Brücke (Kontakte seitlich)

Linke Seite der Brücke (Kontakte unten)

simuliertes Einsetzen (die Brücke greift / passt in den Unterbau)

simuliertes Einsetzen (die Brücke greift / passt in den Unterbau)

Modellbau Maßstab 1:1 oder "... how not to open a door"

Viele Wege führen nach Rom, viele Wege führen durch Türen und es gibt viele Wege Türen zu öffnen. Manche sind allgemein bekannt, manche sind strafbar und andere sind... nun, sagen wir mal... interessant.

In einem alten Haus von 1877 wurde eine altersbedingt unwillige Tür davon überzeugt, sich öffnen zu müssen. Die Bewohner des Hauses griffen zur Stichsäge und es wurde eine Öffnung geschaffen, die das Hindurchgreifen erlaubte und ein Öffnen der Tür ermöglichte. 

Man wählte eine Stelle und Größe der Öffnung, die man als Person, die die Tür zu reparieren hat, eher nicht gewählt hätte.

Abb. 1: Status Quo

Das Loch wurde in die Füllung gesägt, ungünstigerweise auch in den gefasten Teil, was eine Instandsetzung und eine spätere Belastung der reparierten Stelle erschwert.

Abb. 2

Nur zwei Seiten weisen die volle Stärke des Materials auf, die zwei Seiten im Außenbereich der Füllung sind nur halb so stark, wie die jeweils gegenüberliegenden Seiten.

Abb. 3: Probeweise eingesetztes Holzstück

Zuerst wurde das herausgesägte Teil angehalten (Abb 3), um zu sehen, ob die Spalte nicht zu groß sind und eine Reparatur überhaupt noch möglich ist. Da die Reparatur eine gesunde Mischung aus Zeit- und Kostenaufwand bei einem gleichzeitig guten optischem Ergebnis bringen sollte, war insbesondere die Ausrichtung des eingesetzten Teiles wichtig. Dieses sollte auf beiden Seiten und an allen vier Schnittkanten fluchten.

Um dies zu erreichen, wurden an der dünnen Seite der Füllung Nägel (Abb. 5 & 6) eingesetzt, die zum einen Stabilität bringen, zum anderen aber auch als Führung dienen sollten. An den dicken Seiten der Füllung wurden Nägel im 45° Winkel eingeschlagen (Abb. 6), die später auch ein genaues Ausrichten während des Klebens ermöglichen konnten.

Abb. 4: Bereits mit Stiften und Keil probeweise fixiertes Teil

Abb. 5: Stifte zur Ausrichtung an der dünnen Seite der Füllung

Abb. 6: Stifte und Nagel im 45° Winkel zur Fixierung und Ausrichtung
Um nun eine ausreichend feste Verbindung und gleichzeitig eine Füllung der Naht zu erreichen, wurde Ponal PUR-Kleber eingesetzt. Dieser wurde gemäß Gebrauchsanweisung auf einer Glasscheibe angemischt und auf alle vier Seiten der einzusetzenden Bauteils aufgetragen. Danach wurde das Bauteil mithilfe der Führungsstifte eingesetzt und die Nähte so lange von beiden Seiten ausgespachtelt, dass keine Lücken zu erkennen waren.

Abb. 7: Ausgefüllte Nähte mit Fixierkeil

Abb. 8: Ausgefüllte Nähte mit Fixierkeil
Danach wurde die Tür zum Aushärten zur Seite gestellt. Aufgrund der niedrigen Temperaturen konnte der PUR-Kleber selbst nach 5 Stunden noch immer nicht bearbeitet werden.

Am darauffolgenden Tag - knapp 12 Stunden nach der letzten Kontrolle - zeigte sich der Ponal Kleber immer noch nicht in Gänze ausgehärtet, wobei nicht klar war, ob dies die gewollte Konsistenz darstellt, ein Ergebnis der niedrigen Temperaturen war oder ob beim Anmischen ein Fehler aufgetreten war (was aufgrund der bereits immer erfolgreich eingesetzten 2K-Kleber ausgeschlossen werden kann).

Abb. 9: Zustand nach ca. 15 Stunden
Die Klebenähte und die Übergänge wurden mit 60er Schleifpapier maschinell und manuell abgeschliffen, so, dass Überstände entfernt und eine einheitliche Oberfläche erzielt wurden.

Abb. 10: Zustand nach Grobschleifen (60er)
Abb. 11: Abziehen der Kanten mit Feinspachtel
Danach wurden die Stellen auf beiden Seiten der Tür mit Feinspachtel / Lackspachtel abgezogen (Abb. 11) und nach Aushärten des Spachtels geschliffen.

Der Feinspachtel - eine noch existente Tube Lackspachtel der Firma Molto - brauchte ebenfalls eine relativ lange Zeit zum Trocknen und würde nach den gemachten Erfahrungen auch nicht mehr eingesetzt werden. Ein schnell trocknender Autospachtel erhielte den Vorzug.

Abb. 12: Die ersten zwei Schichten Farbe auf der Füllung

Abb. 13: Nach drei Farbaufträgen und Montage des aufgearbeiteten Schlosses
Da auch die Farbe vorhanden war, wurde OBI Glanzlack 2 in 1 RAL 9001 aufgetragen, nachdem die alten Farbschichten angeschliffen worden waren (Abb. 12). Das Schloss wurde jetzt erst abgenommen, eine Entscheidung, die besser vorher getroffen worden wäre, da dies die Schleifarbeiten erleichtert hätte. Es wurde von den alten Farbschichten gereinigt, die blanken Teile von Rost befreit, die Schraubenköpfe mit einer Eisensäge neu eingeschnitten. Alle Schraubenlöcher wurden neu verfüllt (Rundholz mit Weißleim eingeklebt) und die Schrauben eingesetzt. Die blanken Metallteile (Türgriffe und Schraube) wurden mit schwarzen Lack gegen Rost geschützt. Diese Teile waren zuvor blankes, angerostetes Metall (Abb. 13).

Nachdem der Lack getrocknet war, wurde die Tür wieder eingesetzt und ließ sich nun problemlos öffnen und schließen (Abb. 14, 15, 16 & 17).

Abb. 14: Die aufgearbeitete Tür vor dem EInsetzen

Abb. 15: Die eingesetzte Tür (außen)

Abb. 16: Die eingesetzte, geschlossene Tür (innen)

Abb. 17: Die eingesetzte, geschlossene Tür (außen)
Der Arbeitsaufwand lag bei rund 15 Stunden, die sich auf drei Tage verteilten. Die Kosten (OHNE Arbeitslohn) bei ca. 40 Euro. Die Erfahrung: Es gibt nichts, was es nicht gibt.... und DENKEN bevor man solche Wege der Türöffnung ergreift!!!